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Die röm-kath. Zeitschrift EWIG erschien von 1991-2000 (Motto: Durch Wissen zum Verstehen). Der verstorbene Kardinal Alfons M.Stickler SDB bezeichnete Ewig als kath. Enzyklopädie in Kurzform.
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In der Nachfolge und Nachahmung Christi, des Gekreuzigten, war er so hochherzig und vollkommen, dass man hätte sagen können: »Ich bin mit Christus gekreuzigt worden, nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir« (Gal 2, 19)

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Der Segenskreis ist eine Gemeinschaft von Priestern, die täglich segnen. Alle, die sich dem Segenskreis angeschlossen haben, empfangen täglich den Segen Gottes. Die Priester - sie haben von Jesus die Segensvollmacht - spenden den Segen morgens und abends. Wenn der Priester segnet, ist es Jesus Christus selber, der durch den Priester segnet.
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Das Leben und Wirken der Barbara Weigand von Schippach. Ihr schriftlicher Nachlaß, hat in interessierten Kreisen unter dem Titel „Schippacher Schriften“ schon früh einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt. Ihre vielen visionären Begegnungen mit ihrem Herrn und Heiland Jesus Christus, ihrem „Seelenbräutigam“, seiner Mutter Maria und vielen Heiligen, vollzogen sich meist in Form von sogenannten „Laut-Ekstasen“, die für die Umstehenden hörbar wurden und mitgeschrieben werden konnten. Von 1894 bis 1903 geschahen 297 Visionen, die sich in „Laut- Ekstasen“ vollzogen. In der späteren Zeit (bis weit in die zwanziger Jahre) waren ihre Eingebungen oft ohne innere Schauungen. Das ganze Schrifttum der Barbara Weigand hat zum Ziel: Die Verehrung und Verherrlichung des Herrn in der heiligen Eucharistie und die Annahme seines Kreuzes, wozu er uns immer wieder einlädt.

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Dies ist ein Gebetsarchiv, in welchem Sie viele nützliche und wertvolle Gebete für jeden Tag finden können. Die Gebete sind in übersichtliche Kategorien eingeteilt und Sie können auch ganz einfach nach einem bestimmten Gebet suchen. Es besteht zudem die Möglichkeit, selbst Gebete der Homepage hinzuzufügen!

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Katholisches Apostolat zur Verbreitung und Verteidigung des katholischen Glaubens nach Weisung der Päpste und der mit ihnen verbundenen Bischöfe.

 

 

 

 

Predigt des hl. Leonhard über die Zahl der Auserwählten

Aussprüche der heiligen Schrift und der Kirchenväter über Kleiderpracht und Moden zur Warnung und Belehrung  von Hermann Lohmann 1844  

gesammelt und allen Frauen und Jungfrauen gewidmet, welche einst in weißen Kleidern und mit Palmen in den Händen an der ewigen Seligkeit und unnennbaren Wonne vor dem Thron Gottes und dem Lamm Jesu Christo (Offb 7,9) teilzunehmen wünschen.
Düsseldorf 1844, Kleine katholische Haus-Bibliothek. 1. Bd, 8 und 80 Seiten. Lohmann war Kaplan in Bilk bei Düsseldorf.

Trügerisch ist die Anmut, und eitel die Schönheit: eine Frau, das den Herrn fürchtet, das wird gelobt werden - Sprüche Salomons 31,30.
Eitelkeit der Eitelkeiten, und alles ist Eitelkeit! - Kohelet 1,2.
Sei nicht stolz auf deine Kleidung. - Sirach 11,4.
Die Kleider des Leibes, das Lachen, wobei sich die Zähne zeigen, und der Gang des Menschen, verraten, was er ist. - Sirach 19,30
 
Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne, aber an seiner Seele Schaden litte? - Ausspruch unseres Heilandes bei Mk 8,36.
Wehe der Welt der Ärgernisse wegen. - Unser Heiland bei Mt 18,7.
Wer eines dieser Kleinen ärgert (d.h. zur Sünde reizt und Anlaß gibt) dem wäre es besser, daß ein Mühlenstein an seinen Hals gehängt, und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde. - Ausspruch unseres Heilandes bei Mt 18,6.
Ärgert dich dein Auge (d.h. Ist dir deine üppige Kleidung so lieb als dein Auge, gibt sie aber dir und andern Anlaß zur Sünde) so reiß es aus, und wirf es von dir (wirf weg von dir die üppigen Kleider und verabscheue die heillosen Moden); denn es ist dir besser mit einem Aug (ohne die verführerischen Freuden der Kleiderpracht) zum Leben einzugehen, als mit beiden Augen (mit deinen üppigen Anzügen und ärgerlichen Moden) in das höllische Feuer geworfen zu werden. - Ausspruch unseres Heilandes bei Mt 5,2, 9 u. 18,9.


 Vorwort

Euch, christliche Jungfrauen und Frauen! hohen und niederen, reichen und armen, biete ich diese Schrift, mit dem sehnlichsten Wunsch, daß es euch zu euerm zeitlichen und ewigen Heil recht nützlich werden möchte. Viele von euch denken und sprechen oft von neuen Moden, von schönen, hübschen Kleidern, und schätzen sich glücklich, wenn sie nur recht nett, geschmückt und geziert erscheinen können; ohne auch nur zu ahnen, welche zahlreiche und gefährliche Steine des Anstoßes sie sowohl sich selbst, als auch anderen, auf dem Weg des Heiles legen, worüber sie selbst und Unzählige straucheln, fallen und vielleicht nie wieder aufstehen, sondern in den Abgrund der Hölle hineinfallen.

O glaubt es nur, ein prachtvolles Gewand und üppig geschnittene Kleider haben schon viele auf den Weg des Lasters und von da in die Hölle gebracht; sie sahen den Strick nicht, den ihnen der Teufel mit dem Modekleid umwarf; sie wußten nicht, daß die Bänder, womit sie sich schnürten und zierten, Ketten waren, womit der Teufel sie und andere an den Sündenwagen schmiedete. Manche aus ihnen meinten noch recht gottesfürchtige, fromme und heilige Frauen und Jungfrauen zu sein, weil sie sich von großen Ausschweifungen frei hielten, - und doch - und doch hat sie das Verdammungsurteil Gottes den ewigen Flammen überantwortet, wegen der Tausend und abertausend Sünden, welche sie durch Hervorstreichen ihrer Schönheit und durch ihre üppigen Kleidern hervorriefen, wegen der Sünden, wozu sie reizten, lockten, einluden.

O wäre es mir vergönnt, euch, christliche Frauen und Jungfrauen! alle jene Frauen und Jungfrauen zu zeigen, die ihrer Kleiderhoffart und Üppigkeit wegen in den Flammen der Hölle brennen, wie sie ihre Torheit verfluchen und – in ewiger Höllenwut und Verzweiflung verfluchen werden, wie sie, verworfen von Gott, verworfen von Jesus Christus, der ihretwegen sich demütigte und Mensch wurde, und prachtlos und schmucklos ihnen zum Beispiel wandelte, und den schmerzlichsten Tod für ihr Heil erduldete; verworfen von Maria, der seligsten Jungfrau und Mutter Gottes, verworfen von den Aposteln, verworfen von den heiligen Kirchenvätern und allen Heiligen, in herzzerreißendem Schmerze ihre Eitelkeit und Üppigkeit bereuen – aber vergeblich bereuen!

Sagt, christliche Frauen und Jungfrauen, was nützt jetzt den Verworfenen, dem ewigen Feuer, Fluch, Schmach und Hölle Preisgegebenen, Pomp und Pracht, was nützt ihnen Eitelkeit und Schönheit, was üppige Kleider und Trachten? was nützt ihnen die Gunst und Aufmerksamkeit der Herren, was die Bewunderung und das Anstaunen der Frauen? was nützt ihnen Gold und Silber? was nützt ihnen Edelstein und Diamant? Was nützen ihnen die Aufmerksamkeiten und Schmeicheleien der Jünglinge, was die Lobeserhebungen und Nacheiferungen der Mädchen? Was nützt es ihnen? Nichts! - Verschwunden ist alles wie ein Traum, es ist geflohen, wie ein Schatten.

„Ein Sarg nur und ein Leichenkleid blieb ihnen von aller Herrlichkeit“. Und das nicht einmal. Der Sarg und das Leichenkleid sind vermodert. Die Seele ist begraben in der Hölle, der Leib wird in grenzenloser Häßlichkeit und Abscheulichkeit auferstehen. - Doch wir wollen uns abwenden von diesen durch die Eitelkeit so arg Betrogenen. Lest und beherzigt wohl die Lehren und Aussprüche, welche euch in dieser Schrift geboten werden.
Zwar werden sie Manchen aus euch bitter vorkommen und hart erscheinen; allein bedenkt, es sind Aussprüche der hl. Schrift und der ausgezeichnetesten Kirchenväter; und ihr werdet es in eurer Todesstunde nicht bereuen, wenn ihr euch denselben folgsam erwiesen habt.

Bilk, am Schutzengelfest 1843.
Der Herausgeber.

 

A. Aussagen der Hl. Schrift

Der Prophet Isaias - 3,15f.
Und der Herr sprach: Darum, weil stolz die Töchter Sions sind, mit emporgerecktem Hals und mit blitzenden Augen daherkommen (frech die Augen werfend) und in die Hände klatschend, mit Ziererei daherkommen und tänzerischen Schrittes wandeln: So wird der Herr den Scheitel der Töchter Sions kahl machen und der Herr wird ihr Haar entblößen (abschneiden):
An diesem Tag, (dem Tag der Vergeltung) wird der Herr wegnehmen den Schmuck der Halsbänder, die Geschmeide, die Armspangen und die Hauben;
Die Haargewinde, die Haarnadeln, die Schnürlein, die Riechfläschchen und die Ohrenringe; die Fingerringe und die Edelsteine,
die an der Stirne hängen. Statt der Wohlgerüche wird es Gestank geben, statt des Gürtels einen Strick, statt des gekräuselten Haares eine Glatze, und statt des weißen (Pracht) Kleides ein Trauerkleid.

Der hl. Apostel Petrus - 1 Petr 3,3-4.
Der Frauen Schmuck sei nicht der äußere im Haargeflecht, in Goldgehängen, oder in (üppigen) Kleidern; sondern der verborgene Herzensmensch in der Unvergänglichkeit eines stillen und sanften Geistes, der vor Gott hohen Wert hat.

Der hl. Apostel Paulus - 1 Tim 2, 9-10
Die Frauen sollen sich in anständiger Kleidung mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit geflochtenen Haaren, oder Gold, oder Perlen, oder kostbarem Gewand: sondern was sich ziemt für Frauen, die Gottesfurcht an den Tag geben durch gute Werke.


B. Aussagen der Kirchenväter.

Nach den Aussprüchen der hl. Propheten im alten Testament und der hl. Apostel im neuen Testament über Kleiderpracht und Üppigkeit, finden wir bei den Kirchenvätern eine Menge Aussprüche voll Belehrung und Warnung vor übermäßiger und unanständiger Ziererei in der Kleidung.

I. Der erste, dessen Aussagen wir an dieser Stelle beherzigen wollen, ist Klemens von Alexandrien, jener berühmte Priester und Lehrer an der Katechetenschule in Alexandrien, der von 190 bis 215 nach Christi Geburt durch seine Gelehrsamkeit in der Kirche leuchtete. Dieser schreibt im dritten Buch seiner christlichen Erziehung (paedag. Buch 3 Kap. 2):
Es ist einer achtbaren Frau unwürdig, ihren Leib mit so großer Sorgfalt und Kunst zu schmücken. Das beständige Bestreben der Frauen, ihre Haut weich und zart zu machen, ist sehr tadelnswert, und ihr Fleiß, die natürliche Farbe ihrer Haare zu verändern, sich zu schminken, und an Augen und Augenbrauen zu künsteln, während sie die Sorge für ihr Haus vernachlässigen, ist verwerflich. Steht doch ab, ihr Frauen, sagt er, von einem so sündhaften Bestreben. Denkt an das Unglück der ungehorsamen Engel, welche einer vergänglichen Schönheit wegen die ewige Schönheit Gottes verloren haben.

Im 11. Kap. desselben Buches sagt er: In die Kirche sollen die Frauen kommen mit ehrbarer und sittsamer Kleidung, keusch an Leib und Seele, bereit zum frommen Gebet. Er lehrt, daß dieselben keinen Teil ihres Leibes, nicht einmal die Arme entblößt tragen sollen, und mißbilligt ihre große Vorliebe für goldene und silberne Zierrat und kostbare Geräte: Eure Hände, sagt er, 2. Buch 12. Kap. sollen offen sein, um mitzuteilen; denn den Armen Almosen geben, heißt sein Geld auf Zinsen geben; dadurch wird eure Hand mit himmlischen Schätzen gefüllt. Eure Füße seien bereit dahin zu gehen, wo ihr Gutes tun könnt. Zucht und Bescheidenheit sei eure Halskette und euer Perlenkranz; denn solche will Gott an euch sehen. Durchbohrt eure Ohren nicht, um Perlen daran zu hängen; denn dafür gab sie Gott euch nicht, sondern nur um sein hl. Gesetz dadurch zu vernehmen. Ich lobe und bewundere, sagt er, die alte Sitte der Lakedämonier
(eines heidnischen Volkes - Spartaner), welche nur den öffentlichen Dirnen gestatteten, Goldschmuck und übermäßig prachtvolle Kleider zu tragen, den ehrbaren Frauen aber die Sorge sich zu schmücken untersagten, die sie nur bei liederlichen Frauenzimmern duldeten.

II. Beherzigenswert sind auch die Worte des alten gelehrten Tertullian, der um
220 zu Karthago in Afrika lebte. In seinem Buch von der Kleidung der Frauen, wovon wir nur Einiges zitieren, sagt er folgendes:

1. Man darf in der Kleidung und Zierde des Körpers durchaus nicht die Grenzen des gehörigen Anstandes überschreiten, noch etwas anders beabsichtigen, als Gott zu gefallen; deswegen sündigen die Frauen, welche Schminke und Schönheitsmittel auf ihre Wangen bringen, gegen Gott; denn sie zeigen dadurch, daß ihnen sein Werk mißfällt, und sie daran etwas auszusetzen finden, und tadeln so gewisser Maßen ihren Schöpfer.

2. Wißt, daß ein vollkommenes Frauenzimmer, daß ist, eine Christin und keusche Person, weit entfernt zu verlangen, daß man ihrer begehrt, sogar Abscheu davor haben muß; denn wir wissen, daß die Sorge durch Schönheit des Leibes zu gefallen, welche natürlicher Weise zur Wollust führt, aus einem verwundeten und mangelhaften Gewissen kommt. Warum bemühest du dich denn, dieses Übel in dir selbst aufzureizen? Warum in andern das Verlangen nach einer Sache wecken, wovon du so sehr entfernt sein willst? Außerdem dürfen wir ja niemals den Versuchungen die Türe öffnen, welche zuweilen durch ihre Heftigkeit uns zu überwinden fähig sind, aber doch wenigstens durch Vorstellung schändlicher Bilder, gefährliche Regungen in uns hervorzubringen. Aber der liebe Gott wolle doch dieses Übel von seinen Dienern abwenden!

3. Die Pflicht uns von jeder Art von Unkeuschheit zu entfernen, untersagt uns auch die Unterhaltungen des Theaters, welches man eine Schule der Unzucht nennen kann; wo man gutheißt, was man an jedem andern Ort als verwerflich bezeichnet.
Denkt man während der Komödie an Gott? Wird man daselbst lernen keusch
zu sein, wann man sich ganz ergriffen fühlt von dem Vergnügen, das man an diesen Darstellungen empfindet? Ist ja doch nichts verführerischer, als der Anblick der daselbst auftretenden, frech geschmückten Schauspielerinnen, mit allen ihren nur möglichen Zierden. Trägt nicht der dort stattfindende, freie und vertrauliche Umgang sehr viel dazu bei, in den Herzen der Zuschauer das Feuer ungeordneter Leidenschaften anzufachen? Geht ja doch keiner in die Komödie, als in der Absicht, dort zu sehen und gesehen zu werden.
[Heute mit Kino, Fernsehen, Internet usw. noch schlimmer]
Flehen wir zu Gott, daß er aus den Herzen seiner Diener die Sucht nach einem so verderblichen Vergnügen austilgen wollte. Und in der Tat, ist es nicht eine befremdende Sache, aus der Kirche Gottes in die des Teufels zu gehen? Aus dem Himmel in den Kot zu fallen? Mit denselben Händen, welche ihr vor Kurzem zu Gott im Gebet erhoben hattet, den Schauspielern und Schauspielerinnen Beifall zu klatschen, und jene mit demselben Mund zu loben, womit ihr beim Empfang des hl. Leibes Jesu Christi dankgesagt habt?

4. Verschafft euch christliche Frauen, die Zierde und den Schmuck der Tugenden, welche die hl. Propheten und Apostel euch vorstellen. Bereiniget in euch das Weiße der Einfachheit mit dem Rot der Schamhaftigkeit; die Sittsamkeit ziere eure Augen, das Stillschweigen euren Mund. Nehmt auf mit euren Ohren das Wort Gottes, und um euren Hals das Joch Jesu Christi. Unterwerft euer Haupt euren Männern, und ihr werdet so sehr geschmückt sein, als ihr sein müßt. Haltet eure Füße in euern Häusern, und sie werden euren Männern besser gefallen, als wenn sie mit Gold und Edelstein beladen wären. Schmückt euch mit der Seide der Rechtschaffenheit, mit der kostbaren Leinwand der Heiligkeit, mit dem Purpurgewand der Keuschheit; denn wenn ihr auf solche Weise geschmückt seid, werdet ihr von Gott selbst geliebt werden.

III. Hören wir ferner den hl. Cyprian, Bischof von Karthago in Afrika und Märtyrer für den katholischen Glauben um 258. Über die Kleidung der Jungfrauen. (Stellenweise aus der Bibliothek der kath. Kanzelberedsamkeit v. Dr. Räß und Dr. Weiß. 6. B.) Die Zucht bewahrt die Hoffnung, stärkt den Glauben, führt uns auf die Wege des Heiles, regt auf und nährt ein edles Gemüt, sie ist die Lehrerin der Tugend, durch sie bleiben wir in Christo, leben in Gott und gelangen zur himmlischen Belohnung; ihr nachstreben ist rühmlich, sie verachten und vernachlässigen ist geisttötend. In den Psalmen spricht der Hl. Geist: „Nehmt die Zucht an, damit nicht der Herr erzürne, und ihr in den Abgrund geht, wenn sein Zorn bald entbrennen wird“ Ps. 2,12-13; und an einer andern Stelle spricht er zum Sünder: „Warum versündigst du meine Gerechtigkeit, und nimmst mein Bündnis in deinen Mund? du hattest ja die Zucht und verachtest meine Worte“ Ps 49,16; und wieder lesen wir: „Unglücklich, wer die Zucht verwirft!“ Wsh 3,11 und vom weisen Salomon hören wir: „Mein Sohn, verwirf die Zucht des Herrn nicht; und sei nicht kleinmütig, wenn du von ihm bestraft wirst, denn der Herr straft denjenigen, welchen er liebt“. Spr 3,11. 19

Wenn nun Gott den, welchen er liebt, züchtigt, und züchtigt zu seiner Besserung, so hassen gewiß die Brüder und Priester jene nicht, welche sie züchtigen, sondern lieben dieselben und bringen sie durch Züchtigung auf die Wege des Heiles. Wenn nun in den hl. Schriften so oft und überall die Zucht geboten wird, wenn der Grund des Glaubens und der Bereinigung mit Gott nur von ihr herkommt, was sollten wir denn eifriger verlangen, als in ihr stets fester zu wurzeln, dadurch daß wir betrachten, daß unser Leib ein Tempel Gottes ist, gereinigt von den Flecken alter Makel durch die hl. Taufe, daß es uns nicht erlaubt sei, ihn zu schänden und zu verunreinigen; denn er ihn schändet, schändet sich selbst. Wir sind Tempel Gottes, und nicht unser eigen. Dienen wir also dem, dessen Eigentum wir sind.

Paulus der uns in seinen Briefen die Bahn des Lebens durch himmlische Lehrweisheit zeigt, spricht:
„Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen hohen Preis seid ihr erkauft worden, verherrlicht und tragt also Gott in eurem Leib“ 1 Kor 16,19-20. Laßt uns also Gott verherrlichen und tragen in reinem schuldlosen Herzen und Leibe, und durch stete Beobachtung des Gesetzes gefallen unserm Erlöser, der uns durch sein Blut erkauft hat; ringen darnach wollen wir, daß nichts Unreines, nichts Unheiliges komme in den Tempel Gottes, damit er nicht beleidiget seinen Sitz verlasse.

Es sind Worte des Heilandes, da er sagt:
„Siehe, du bist gesund geworden, sündige nicht mehr, daß dir nicht noch etwas Ärgeres widerfahre“ Jo 5,14.. Hier gibt er die Lebensweise an und das Gesetz des reinen Wandels. Nachdem der Herr gesund gemacht, will er nicht, daß der Geheilte nun von neuem zügellos lebe, sondern er bedroht ihn für die Zukunft mit größerer Strafe.
Männer und Frauen, Jünglinge und Jungfrauen, jedes Geschlecht und jedes
Alter strebt darnach, die Heiligkeit und Reinheit, welche die Huld des Herrn verliehen, in heilsamer Furcht, in Treue und Anhänglichkeit zu bewahren. –
Darum trachtet in allem Gott zu gefallen und nicht den Menschen; denn, sagt der Apostel,
„wenn ich den Menschen zu gefallen suchte, so wäre ich nicht Christi (Gottes) Diener“. Gal 1,10.

Nie ziemt es sich, (das gilt besonders den Frauen und Jungfrauen) sich zur Empfehlung ihrer Gestalt zu schmücken, sich zu rühmen ihres Fleisches, ihrer Schönheit, da sie keinen heftigeren Kampf kennen soll, als den Kampf gegen ihr Fleisch; denn Paulus ruft mit starker und erhabener Stimme: „Fern sei es von mir mich zu rühmen, als nur allein des Kreuzes unsers Herrn Jesu Christi, durch welchen mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt, Gal 6,14 und die Christo angehören, kreuzigen ihr Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden“ Gal 5,24.

Also dem Christen, und besonders der Jungfrau ziemt es nicht, Ruhm zu suchen
in körperlicher Schönheit; sie trachte vielmehr nach dem Wort Gottes, umfasse die ewigen Güter. Aber es gibt einige Reichen, die ihr Vermögen vorschützen und behaupten, ihre Güter gebrauchen zu dürfen. Diese mögen wissen, daß nur diejenige reich ist, die es in Gott ist, nur jene vermögend, die in Christo vermögend ist, daß nur die geistigen Güter, die uns zu Gott hinführen, wahre Güter sind; alle übrigen muß der Christ eben so verachten, als er die Welt verachtet, deren Pracht er schon damals entsagt hat, als er durch eine glückliche Bekehrung zu Gott sich wandte. So ruft uns ja der hl. Johannes zu:

Liebt nicht die Welt, Kinder, noch was in der Welt ist; wer die Welt liebt, in dem ist die Liebe des Vaters nicht; denn alles was in der Welt ist, Fleischeslust, Augenlust, Hoffart des Lebens, kommt nicht vom Vater (Gott), sondern von der Welt, die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit“ 1 Jo 2,15f.

Du sagst, ich bin reich und wohlhabend; aber deinem Reichtum entgegnet Paulus, da er durch seinen Befehl deinem eitlen Putz gehörige Grenzen setzt: „Die Frauen sollen mit anständiger Kleidung, mit Schamhaftigkeit und Bescheidenheit sich schmücken, nicht mit künstlichem Haarputz, oder Gold oder Perlen, oder kostbaren Gewändern, sondern, was sich ziemt für Frauen, die Gottesfurcht zeigen, durch gute Werke“
1 Tim 2,9-10.

Petrus stimmt hiermit überein, da er schreibt:
Der Schmuck der Frau besteht nicht im Äußeren, in goldenem Geschmeide, in prächtiger Kleidung; sondern der in sich gekehrte Gemüt-Mensch, mit immer gleichem, sanftem und stillem Sinne; dies hat hohen Wert vor Gott 1 Petr 3,3-4.

Wenn du daher mit mühevoll gelockten Haaren und in ausgezeichneter Kleidung durch die Straßen gehst, wenn du die Augen und Seufzer anderer nach dir ziehst, wenn du ihre Begierlichkeit nährst, wenn du die Flamme, die in ihnen lodert, immer neu anregst, so daß du andere zum Fall bringst, wenn du jenen, die dich schauen, gleichsam ein Schwert und Gift bist, so handelst du offenbar den Vorschriften der Apostel entgegen, und kann von dir nicht gesagt werden, du seist rein und keusch von Herzen; du selbst unschuldig; dich widerlegt deine unverschämte Kleiderpracht.

Du sagst: ich bin reich und wohlhabend, und glaubst jene Güter gebrauchen zu dürfen, welche der Herr dir gegeben hat. Gebrauche sie, gebrauche sie aber zu heiligen Dingen, zu guten Zwecken, nach Gottes Willen und Befehl. Laß die Armen und Dürftigen fühlen, daß du reich bist, wuchere bei Gott mit deinem Erbe, speise den Heiland (in den Armen), erlange so durch das Gebet vieler die Gnade einer ausdauernden standesmäßigen Keuschheit, und die himmlischen Belohnungen. Dort verwahre deine Schätze, wo kein nächtlicher Räuber sie davon tragen kann.

Erwirb dir Schätze im Himmel, wo die Früchte guter Werke ewig blühen, und frei sind von den Nachstellungen der Welt; wo weder der Rost sie verzehrt, noch der Hagel zerschlägt, die Sonne sie nicht versengt, der Regen sie nicht verdirbt. Denn du sündigest gegen Gott, wenn du glaubst, er habe dir darum Reichtümer verliehen, daß du sie mißbrauchst.

Gott hat auch den Menschen die Stimme gegeben, aber du darfst doch nicht schändliche und geile Lieder singen; das Eisen soll nach dem Willen Gottes die Erde pflügen, nicht morden. – Dann wäre dein Erbe dir zum Untergang, wenn du es nicht anwendest zu guten Zwecken; du sollst vielmehr damit deine Sünden loskaufen, nicht vermehren. Diese Auszeichnung in Schmuck und Kleidern kommt nur Sünderinnen zu, und bei keinen ist der Aufzug glänzender als bei denen, deren Ehre befleckt ist.

So schildern uns auch die hl. Schriften, durch welche Gott uns belehrt und ermahnt, die buhlerische Stadt schön gelockt und geschmückt, aber samt diesem Putz oder vielmehr wegen desselben sollte sie fallen.


Nun kam einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen hatten, er redete mit mir und sprach: Komm! ich will dir zeigen das Strafgericht der großen Buhlerin, die auf vielen Wassern thront, mit welcher buhlten die Könige der Erde. – Und er führte mich im Geist in eine Wüste. Da sah ich die Frau sitzen auf einem Tier; die Frau war in Purpur und Scharlach gekleidet, mit Gold, Edelsteinen und Perlen geschmückt; sie hielt in ihrer Hand einen goldenen Becher mit Gräueln und Unreinigkeiten der Unzucht der ganzen Erde“ Offb 17,1f.

Keusche Jungfrauen und schamhafte Frauen verschmähen die Pracht der Ausgeschämten, die Auszeichnung und den Schmuck der Buhlerinnen. Voll Hl. Geistes ruft Isaias, die mit Gold und Kleiderpracht geschmückten Töchter Sions scheltend:
„Die Töchter Sions sind stolz geworden, sie gehen einher mit hohem Nacken, mit winkenden Augen, mit nachschleifendem Kleid, ihre Füße tanzen: aber der Herr wird die Scheitel der Töchter Sions kahl machen, der Herr wird ihnen abnehmen ihre Prachtgewand, ihre Haarlocken, ihre Halszierden, ihre Halsbänder, ihre Ringe und Perlen, ihre seidenen Kleider durchwirkt mit Gold und Hyazinth: und statt des süßen Geruches wird sein Gestank, statt des Gürtels ein Strick, und statt der goldenen Haarzierde ein kahler Scheitel“ Js. 3,10f.

Darum also klagt sie Gott an, deswegen waren die Töchter Sions verdorben, abgefallen von ihm. Der Stolz war ihr Fall, der Schmuck brachte ihnen Schande und Spott; die mit Purpur und Seide angezogen sind, können Christum nicht anziehen; die mit Gold und Edelsteinen geschmückt sind, haben den Schmuck des Herzens verloren. Wer wird nun, was anderen zum Verderben gereichte, nicht meiden? Wer wird das wünschen und annehmen, was für andere der Todesstoß war? Wenn jemand aus einem Becher getrunken, und tot dahin sinkt, so weißt du, er habe Gift getrunken. Wenn einer stirbt an der Speise, die er zu sich genommen, so ist es klar, daß sie tödlich ist, und du würdest weder essen noch trinken dasjenige, woran andere gestorben. Nun aber wie unbekannt mit der Wahrheit, wie töricht bist du, da du nach dem verlangest, was immer geschadet und noch schadet! du wähnst, für dich sei nicht tödlich, was andere getötet!

Hüten wir uns daher vor allem, was der Herr unser Gott verboten hat, und bestreben wir uns in allem und jedem nach seinem hl. Willen zu handeln. Ist es etwa der Wille Gottes, daß wir die Ohren verwunden, und so die unschuldige, alles Bösen noch unkundige Kindheit quälen sollen, um späterhin aus ihren Wunden kostbare Zierden herabhängen zu lassen, die, wenn auch nicht an Gewicht, doch an Wert schwer sind? - Auf all dies haben die Teufel des Menschen Sinn und Begierde geleitet. Sie lehrten die Menschen die Augen schwarz färben, die Wangen rot schminken, das Haar verfälschen, und alle Wahrheit durch frevelhaften Trug von Haupt und Antlitz verbannen.

Und hier glaube ich mit aller Liebe und Strenge alle Frauen und Jungfrauen ermahnen zu müssen, was Gott gebildet hat, nicht zu schänden auf irgend eine Weise durch schwarze oder rote Farben, oder durch irgend ein anderes Mittel.
„Laßt uns den Menschen machen nach unserm Ebenbild und nach unserm Gleichbild“, sprach der Herr, und es dürfte Jemand wagen, das Werk Gottes umzuändern? Wenn irgendein Maler das Gesicht, die Gestalt und Beschaffenheit des Körpers irgendeines Menschen gemalt hätte, und nach verfertigtem Bild, legte ein anderer Hand daran, der sich geschickter dünkte, um das Bild zu verbessern; würde ein solcher nicht den ersten Meister beleidigen? und du meinst, du könntest ungestraft das Werk Gottes verunstalten? Der Apostel ruft: „Schafft den alten Sauerteig fort, damit ihr ein frischer Teig werdet, wie ihr denn ohne Sauerteig sein sollet, weil unser Osterlamm, Christus, für uns geschlachtet ist. Laßt uns also das Ostermahl halten, nicht in dem alten Sauerteige, nicht im Sauerteig der Sünde und des Lasters, sondern ein neuer Teig der Reinheit und Wahrheit“ 1 Kor 5,6-7.

Die Reinheit und Wahrheit dauert fort; wenn du aber das Wahre mit falschen
Farben und Schminken überstreichst, wird das Wahre zur Lüge.

Der Herr sprach: „Du vermagst nicht ein einziges Haar schwarz oder weiß zu machen“
Mt 5,36., und du willst seinen Ausspruch beschämen, stärker sein als er? mit kühnem Frevel und gotteslästerischer Verwegenheit färbst du deine Haare, und verfertigest dir, vermöge einer traurigen Ahnung der Zukunft, jetzt schon ein flammendes Haar, du sündigest an dem edelsten Teile deines Leibes, an deinem Haupt.

Fürchtest du nicht, dein Schöpfer (Gott) möge in solcher Gestalt am Tag der Auferstehung dich nicht erkennen, und möge dir mit strafender Stimme zurufen:
Das ist nicht mein Werk, nicht mein Bild, dein Haupt hast du befleckt mit Salben, dein Haar verändert mit trügerischen Farben, entstellt durch Betrug dein Gesicht, deine Gestalt hast du verdorben, du hast ein fremdes Gesicht, du kannst Gott nicht schauen mit Augen, die nicht Gott, sondern der Teufel gemacht hat; diesem bist du nachgefolgt; du hast die funkelnden und feurigen Augen der Schlange nachgeahmt, der Feind hat dich geschmückt, brenne mit ihm.

Hört mich also an, ihr Frauen, höret mich an ihr Jungfrauen, höret mich an, wie einen Vater, der euch ermahnet, und für euch besorgt ist; ich rate euch nur zum Besten: bleibt so wie euch Gott geschaffen, euer Antlitz sei unverdorben; verwundet nicht eure Ohren; keine Kette umschlinge eure Arme, euren Hals; weg mit den üppigen Prachtgewändern; weg mit den golddurchwirkten Schuhen an den Füßen; ungefärbt sei euer Haar, eure Augen im Stand Gott anzuschauen! Siege über dein Kleid, die du Gottes Dienerin sein sollst, siege über das Gold, die du Welt und Fleisch besiegen mußt. Eng und schmal ist der Weg, der zum Leben führt; hart und steil der Pfad zum ewigen Ruhm.

Auf diesem Pfad gehen die Märtyrer, die Jungfrauen, die Gerechten alle. Breit ist der Weg des Verderbens, auf ihm begegnen uns die Lockungen des Bösen, die seelentötenden Freuden, schmeichelt uns der Teufel, um uns zu betrügen, lächelt uns an, um uns zu schaden, reizet, um uns zu töten. Hundertfältig brachten die Märtyrer Frucht, wir sollen nur sechzigfältig bringen. Die Blutzeugen blieben unbefleckt von der Welt und dem Fleisch; so soll auch unsere Starkmut der ihrigen nahe kommen, da wir den zweiten Preis erlangen. Leicht erwirbst du das Große nicht. Wie triefen wir doch von Schweiß, wie mühen wir uns ab, bis wir den Gipfel eines Berges erklimmen! Was müssen wir erst tun, um in den Himmel zu kommen?
- Und wie gering ist unsere Arbeit im Vergleich mit der ewigen Belohnung! Unsterblichkeit erwartet den Beharrlichen, ewiges Leben verheißt ihm der Herr.

IV. Der hl. Cyrill, Bischof von Jerusalem 346, berühmt durch seine Gelehrsamkeit und seinen trefflichen Unterricht an die Neubekehrten, redet unter andern die Frauen so an: Eure Kleidung sei einfach und ohne Ziererei, denn ihr dürft euch derselben nur bedienen, nicht so sehr zur Zierde, als der Notwendigkeit wegen; da man sich wohl hüten muß, daß man unter dem Vorwand, seine Blöße bedecken zu müssen, durch einen überflüssigen Prachtaufwand in den Kleidern nicht eine andere Schande begehe.

V. Der hl. Ephraem, Diakon zu Edessa in Mesopotamien, der von 350 bis 380 nach Christi Geburt die Zierde und Glanz der katholischen Kirche im Morgenland war, richtet an seine Zuhörer folgende Ermahnung: Ich fürchte, Geliebte, die Lüste des Fleisches möchten Ursache sein, daß wir aus dem Himmelreich verstoßen werden, weil wir äußerlich eine schöne Hülle tragen; denn die äußere Hülle zeigt nur zu sehr an, wo unser Herz und Geist sei. Der Putz nämlich und die Aufmachung des Kleides beweisen, daß wir jener Glorie (vor Gott) entblößt sind, und irdische Gesinnungen hegen; die Ruhmsucht zeigt an, daß wir eitler Ehre nachstreben.

  Folgendes nach Zingerle’s Bearbeitung.
Kommt, sagt Ephräm ferner in seiner Rede auf die Büßerin, die Jesus salbte, kommt meine Zuhörer, Freunde Christi, Willkommene und erfreut euch an der lieblichen Geschichte jener großen und wunderbaren Frau, das uns nun zu einem außerordentlichen Schauspiel einlädt, - zu jener Szene nämlich, die sie vor Engeln und Menschen aufführte! Wie nahte sie unserm Heiland und entdeckte ihm alle Geheimnisse ihres Herzens, ohne Laut und Stimme alles darlegend! Die Hochherzige scheute weder den Lärm der Hausleute, noch die harten Vorwürfe der Umstehenden, denn sie dachte sich: Verachten will ich die Furcht vor den Menschen, und ihre Beleidigungen für nichts achten; denn die Zeit dieser Beschämung dauert viel kürzer, als jene meiner lasterhaften Unverschämtheit. Damals stand ich frech am Scheideweg, und lud alle zum Werk der Unzucht ein, in ausgelassenem Aufzug jedem entgegen kommend, die Haare künstlich geflochten, die Wangen geschminkt und zur Täuschung verschönt um andere an mich zu locken. Ich war ganz eine Schlinge des Teufels, die Seelen fangend zum ewigen Untergang. Nun muß ich mich ereifern, um schnell geheilt zu werden, und statt jener Schandtaten Tugenden auszuüben. Hingehen will ich und dem großen Arzt zu Füßen fallen, der alle aufnimmt und niemanden von sich stößt. Alles will ich ihm bekennen, was ich an meinem Leib zur Verführung der Jugend getan habe; und meine schönen Locken, einst glänzend gesalbt zur Wollust, und zum Ärgernisse vieler, will ich zum Leintuch machen; und meine Augenlieder, die einst mit den Augenäpfeln ausgelassen winkten, will ich wandeln in Tränenströme.

Worte der ernstesten Beherzigung wert, spricht Ephräm weiter in seiner Rede über die Stunde des Todes.
Vor jenem furchtbaren Richterstuhl gibt es keinen Niederen und keinen Hohen mehr, keinen Sklaven und Herrn, keinen König und Untertan, sondern alle sind Angeklagte, alle gefesselt, unbeschützt, alle zittern, weinen, sind verwirrt, beklommen, besorgt.
Wo ist dann die eingebildete Größe der Könige?
Wo die Hoffart der Tyrannen?
Wo der Stolz der Toren?
Wo die Weichlichkeit der Jugend?
Wo die Kleiderpracht?
Wo die herumstehenden und umherlaufenden Diener?
Wo die geputzten Töchter?
Wo das Gold? Wo das Silber?
Wo die Pferde mit goldenem Geschirre?
Wo die Salben?
Wo die Rauchwerke?
Wo die Gewürze?
Wo die Schwelgerei?
Wo sind die nächtlichen und täglichen Gelage?
Wo sind sie denn, die jetzt unter Musik und Tanz Wein saufen und schwelgen; Gott aber und die Armen verachten?
Nichts von allem dem ist dann noch vorhanden, dafür aber bitteres Wehe! Wehe! Dort kann man nicht mehr reich werden, sondern wird von Schauder ergriffen; dort heißt es nicht mehr wohl leben, sondern sich verantworten; dort gibt es keinen glänzenden Schmuck, aber wohl Finsternis; dort gibt es keine Tänze mehr, aber wohl Wehklagen; dort haben die Träumereien der Jugend ein Ende, und die Sünder werden zur Hölle verbannt. –

Aus Ephräms Rede über den Text: Alles ist Eitelkeit und Geistesplage: wollen wir uns dies wenige merken:
Alles ist Eitelkeit der Eitelkeiten, wie da geschrieben steht.
Koh 1, 2. Die Welt gleicht einem Rad, das die Zeiten vorbei rollt. Das Glück wandelt sich plötzlich in Trauer, die kaum entstandene Fröhlichkeit vergeht, und Trübsale treten an ihre Stelle. Wer mit glänzendem Gewand prangt, und in den prächtigsten Kleidern sich brüstet, sieht seinen Putz wie einen Traum vergehen, und das Grab bedeckt ihn mit Spinngeweben.

Wer hohe Paläste baut und stolz in seinen Hallen wandelt, wird unvermutet vom Ende seines Lebens überfallen, auf das Totenbett geworfen, an Händen und Füßen gebunden, und sein geschlossener Mund vermag kein Wort mehr zu sprechen; Finsternis bedeckt seine Augen. Sie tragen ihn aus seinem Haus, ohne ihm auch nur einen Tag Zeit zu lassen, in seinen Prunkgemächern zu bleiben; so schnell tragen sie ihn weg zum Grab, seiner künftigen Wohnung. Sein ganzer Lebenslauf war Eitelkeit und Geistesplage. Wie ein Traum entflogen seine Tage, und er ist nicht mehr. Wer auf einer hohen Stufe der Macht steht, und voll des Übermutes andere drückt und bedrängt und sein Haus mit ungerechtem Gute füllt, wird ebenfalls plötzlich von seinem Lebensende überrascht und sinkt in Staub. All ihre Pracht, Reichtum und Macht ist für sie nur mehr Eitelkeit und Geistesplage.
 

VI. Nach dem hl. Ephräm begegnen wir in der Reihe der vorzüglicheren Kirchenväter dem berühmten Erzbischof von Cäsarea in Kappadozien, Basilius der Große. Er war ein Zeitgenosse des hl. Ephräm, und zeichnete sich sowohl durch seine Gelehrsamkeit als auch durch seine Standhaftigkeit aus, mit der er die Verfolgungen der Arianer ertrug. Die Zeit seines edlen und für die katholische Kirche so fruchtbaren Wirkens war von 360 bis 379.

Er sagt: Die Frauen dürfen auf keine Weise durch Schmücken und Zieren auf ihre Schönheit aufmerksam machen, sondern ihre ganze Sorge muß sich vielmehr darauf erstrecken, gute Werke auszuüben; denn sie sollen dafür halten, daß nur darin der ganze Schmuck der christlichen Frauen bestehen darf.

Ferner redet der Heilige über denselben Gegenstand in der Erklärung des Propheten Isaias: Die Frauen, welche auf ihres Körpers Schönheit und Vortrefflichkeit stolz sind, und sich über andere erheben, bedienen sich eines eitlen Schmuckes, und setzen ihren Ruhm und ihre Ehre in eine schnell hinwelkende und verschwindende Sache. Sie gehen einher mit stolzem Nacken, damit ihr Gesicht von aller Augen könne gesehen werden. Eine züchtige Frau aber, und die mit Sittsamkeit geziert ist, schlägt schüchtern ihre Augen nieder auf die Erde und wandelt mit gesenktem Haupt. Eine unverschämte Frau jedoch, die sich vorgenommen hat, durch ihrer Schönheit Fallstrick viele zu fangen und zu fesseln, geht einher mit empor gerecktem Hals, läßt in ihrem Augenblinzeln die Unreinigkeit ihrer Seele hervorschauen, und verbreitet allein schon durch ihren Anblick ein tödtliches Gift, und stielt vielen andern Menschen ihre Keuschheit und ihr Glück.

Doch an jenem Tag werden alle diese Eitelkeiten von ihnen genommen, wenn alles vor dem Richter wird offenbar werden. Alsdann sinkt nieder das stolzblickende Auge, die geschminkte Wange wird mit Traurigkeit bedeckt werden, vor Schrecken wird Totenblässe das Antlitz entstellen und jeder empfangen nach seinen Werken.

VII. Auch der hl. Gregor von Nazianz, Patriarch von Konstantinopel, dessen Lehrweisheit und ausgezeichnete Heiligkeit die Mitwelt anstaunte und die Nachwelt anerkannte und verkehrte, ein Zeitgenosse des hl. Basilius, warnte seine Untergebenen in einem eigenen Buch vor der Kleiderpracht und den schädlichen Folgen derselben. Um nicht zu weitläufig zu werden, hebe ich nur einige Worte aus demselben hervor; er sagt:

Kleiderpracht und übermäßige Ziererei sind keine Künste der Züchtigkeit, sondern der Ausgelassenheit und Unzucht. Und ich werde mich wundern, wenn du um einer andern Ursache willen deine Schönheit hervorzustreichen suchst, als um die Augen lüsterner und treuloser Menschen auf dich zu ziehen!


VIII. Unter den heiligen Kirchenvätern der ersten Jahrhunderte, welche besorgt um das ewige Heil der Christen, dieselben zur Demuth und zur geordneten Sittsamkeit in der Kleidung in ihren Reden anmahnten, zeichnet sich aus der hl. Johannes Chrysostomus, jener goldene Redner und unerschrockene Vorkämpfer für die Reinheit des wahren katholischen Glaubens und für Aufrechthaltung der guten Sitten. Als Patriarch von Konstantinopel wirkte er Gutes in jeder Beziehung viel, obgleich er dafür von den undankbaren Menschen mit Verbannung und Tod belohnt wurde. Er verdient an dieser Stelle um so mehr von uns hervorgehoben und anerkannt zu werden, als sein Eifer für die Ehre Gottes, und besonders seine freimütige Rede über Kleiderhoffart und Kleiderunverschämtheit die vorzüglichste Ursache seiner zweimaligen Verbannung und des dadurch herbeigeführten Todes gewesen ist. Die folgenden Aussprüche des hl. standhaften Dulders für die Tugend sind aus seinen verschiedenen Schriften hier zusammengestellt worden.

Er sagt:
Kommst du als eine Putzdocke(puppe) in die Kirche, um zu tanzen?
Suchst du hier Hochzeits- und andere sinnliche Freuden?
Bist du gekommen um dich zur Schau auszustellen? Das ist nicht das Gewand einer Bittenden. Du bist gekommen, Gott um Verzeihung für deine Sünden anzuflehen, wie kannst du dich auf ausgelassene Weise schmücken.

Die große Sorge, mit der man den Leib äußerlich schmückt, ist das Zeichen einer innern Häßlichkeit. Die Sucht nach sinnlichen Vergnügungen läßt den Hunger und die Armut des Herzens erkennen; und die Ziererei der Kleider, welche nur zur Bedeckung des Leibes dienen, ist ein Zeuge von der Blöße der Seele. Und in Wahrheit ist es unmöglich, daß derjenige, welcher wohl für seine Seele Sorge trägt, und sich bemüht, dieselbe zu schmücken, noch eine große Neigung besitze, seinen Leib zu schmücken und zu zieren. [Wenn die Seele hungert, pflegt und füttert man den Leib.]

Ebenso ist auch die Aufmerksamkeit für äußere Pracht und Ziererei unvereinbar
mit der Sorge für die Ausschmückung des Innern. Nicht die Schönheit des Leibes macht liebenswürdig, sondern die Tugend der Seele. Nicht Putz, Ziererei, Gold und schöne Kleider, sondern Mäßigkeit, Rechtschaffenheit und Festigkeit in der Furcht Gottes.

Nicht der Geruch duftender Salben soll von uns ausgehen, sondern der Geruch
der Tugend. Es gibt oft nichts Gestankvolleres und Unreineres, als die Seele einer Person, deren Leib die angenehmsten Wohlgerüche verbreitet. In Wahrheit, diese große Sorge, sein Äußeres mit Wohlgerüchen zu versehen, ist ein gewöhnliches Zeichen eines von Fäulnis und Gestank angefüllten Innern.

Die Sittsamkeit und der Ernst einer Frau soll Ehrfurcht einflößen und der Unverschämtheit frecher Blicke und den Freiheiten junger Leute Einhalt tun. Deswegen soll die Ziererei mit Gold, das Haarkräuseln und Haarflechten, reiche und kostbare Kleidung, all dieses sage ich, soll ihm untersagt werden; aus Furcht, es möchte dasselbe, im Schimmer all dieses eitlen Schmuckes glänzend,
die Augen derjenigen auf sich ziehen, die nach ihm sehen, und es zur Sünde bringen.

Es ist ein Zeichen von Dummheit, von Niedrigkeit des Geistes und von
Weichlichkeit der Seele, Wert zu legen auf Schönheit und Kleiderschmuck.

Denn, wenn die Seele, welche für größere Dinge geschaffen ist, einmal recht begreifen kann, was ihre wahre Zierde ist, so wird sie all diesen eitlen Glanz, der nur auf den Gewanden schimmert, mit Verachtung ansehen.

Willst du, o christliche Jungfrau, für schön und für wohl geziert gehalten werden, so laß den Schmuck, den dir der Schöpfer bei deiner Erschaffung gab, dir genug sein? warum suchest du äußerlich Goldschmuck und Edelsteinglanz? Willst du für schön gehalten werden? Bekleide dich mit Almosen, mit Gütigkeit, mit Sittsamkeit und Mäßigkeit; und lege ab allen Pomp und alle Eitelkeit. Das ist ein Schmuck, der bei weitem kostbarer ist als Gold und Diamant.

Ist es nicht lächerlich, die Frauen geziert und geschmückt in die Kirche eintreten zu sehen, wie sie gewöhnlich kommen? und heißt das nicht, Gott spotten, wenn die Frauen grade an jenem Ort mit Gold und Edelsteinen beladen erscheinen, wo sie hören, daß sie sich durchaus nicht mit Gold und Edelsteinen schmücken, noch auch pomphafte Kleider tragen sollen? Warum kommt ihr so zur Kirche, christliche Frauen? Wollt ihr die hl. Apostel beschimpfen? Wollt ihr dem hl. Paulus bezeugen, daß wenn er auch dieselben Lehren tausendmal wiederholen würde, ihr ihm keineswegs folgen noch euern Lebenswandel ändern würdet?

Wie sind die heutigen Frauen? Vergleichen wir sie mit der Sara. Läßt man auf
solche Gebote solche Werke folgen? Zeige mir den Schmuck einer lüsternen Frau. Du siehst die Hand, und zwar, wie sie mit Gold ganz besetzt und schwer ist. Ich bitte dich, sage mir, wie vielen Armen hast du entzogen, was deine Hand trägt? Zeige deine Hand, halte sie her, womit ist sie bekleidet? mit Raub! ... Was machst du, Frau? Du zierst und schmückst dich? Wem willst du gefallen? Etwa deinem Mann? Ein verzweifeltes Bemühen, wenn du dadurch gefallen willst, wenn du dich auf diese Weise befleißigest, ihm zu gefallen.

Wie soll ich ihm aber dann gefallen? Durch Enthaltsamkeit. Aber wie werde
ich das können? Durch christliche Sittsamkeit, Sanftmut, Liebe, Eintracht und friedfertiges Verhalten. Das ist deine Zierde o Frau, das dein Schmuck. Wenn du diese Tugenden besitzest, wirst du mit deinem Mann in Eintracht, Ruhe und Frieden leben können; durch deinen üppigen Pomp und Pracht gefällst du dem Mann nicht, sondern du wirst eben dadurch dem Manne eine schwere Last.


IX. Der hl. Ambrosius, Erzbischof von Mailand in Oberitalien, jener berühmte Kirchenvater und hellleuchtendes Licht der katholischen Kirche im Abendland, der durch die Kraft seiner salbungsvollen Reden den, nachmals so berühmten heiligen Kirchenvater, Augustinus von dem Wege des Irrtums und des Lasters auf die Bahn der katholischen Wahrheit und Tugend zurückführte, und der oftmals in seinem Leben zeigte, daß er Gott mehr fürchtete als die Menschen, und der das Laster strafte wo er es fand, hat auch manches ernste Wort gegen die Kleiderpracht und die verführerischen Künste der Ueppigkeit gesprochen, Worte welche wohl unserer ernstesten Beherzigung werth sind. Er sagt, die Frauen anredend:

Ihr seid gebildet von Gott selbst. Verwischt nicht das Bild, welches so vortrefflich ist, das seinen Glanz von der Wahrheit hat, und nicht von Betrug und Lüge, welches nicht das Werk der Kunst, sondern das Werk der Gnade ist.

Aber du o eitle Frau! verwischst das himmlische Bild, wenn du mit künstlicher Schminke dein Antlitz bedeckest, wenn du für Geld gekaufte Schönheitsmittel auf deine Wangen legst. Denn das sind Farben, welche die Seele besudeln und die den Körper nicht schöner machen;
das sind Farben des Betrugs und der Untreue, das sind Farben, welche dich täuschen, da du gerade durch Anwendung derselben denen mißfällst, welchen du zu gefallen trachtest, weil man sieht, daß die Reize, welche du, um schön zu erscheinen, dir gibst, fremd sind und dir nicht zugehören.

Es sind Farben die dich täuschen, indem du dadurch deinem Schöpfer mißfällst, wenn er sein Werk so ganz entstellt sieht. In Wahrheit, wenn du das Werk eines guten Meisters mit allerlei neuen Farben überstreichen ließest, würde der Meister es ohne Unwillen ertragen, daß man sein Kunstbild so ganz verändert hätte?
Verwische doch nicht das Bild Gottes, indem du dich mit Farben bedeckst, die nur einer verworfenen Frau zukommen.

Wo ist der zu finden, der durch Reichtümer gerecht geworden? wer demütig durch Macht? barmherzig durch den Adel seiner Herkunft? keusch durch seine Schönheit? Fürwahr alle diese irdischen Vorzüge sind bei weitem gefährlicher uns in die Sünde fallen zu lassen, als sie uns nützen können, den Weg der Tugend zu betreten.

Die Frauen finden sogar Vergnügen an Fesseln, wenn sie nur golden sind; sie fühlen darin keine Last, wenn sie nur kostbar sind; und halten sie nicht für Fesseln, wenn darin nur Schätze funkeln. Ja sogar lassen sie sich gerne verwunden, um ihren Ohren Gold einzufügen und Perlen herabhangen zu lassen. Aber auch die Edelsteine haben ihre Schwere; aber auch die Kleidung hat ihre Kälte. Man schwitzt in Edelsteinen, friert in Seide, und doch liebt man sie, weil sie teuer sind. Smaragde, Hyazinthen, Berylle, Achaten, Topaz, Amethyst, Jaspis, Sardion suchen sie mit wüthender Begierde; wenn auch die Hälfte des Vermögens darauf ginge, so scheuen sie keine Kosten, um nur ihrer Eitelkeit genügen zu können.

Weichliche Kleider sind ein Anzeichen lüsterner Handlungen und Sitten; deshalb ermahnt uns der Apostel,
daß wir den alten Menschen mit seinen Werken ausziehen sollen, und den neuen anziehen (Christus), dem nicht innewohnt süßschmeichelnder Sündenreiz, und der Unzüchtigkeit Spiel und Getriebe, sondern der mit ernster Arbeit sich beschäftigt und Früchte guter Werke bringt. Denn niemals wird der Himmel jene zur ewigen Seligkeit aufnehmen, welche nur Sorge tragen für ihres Leibes Schönheit, und die der Kleiderpracht und üppigen Begierden ergeben sind; denn zum Himmel gelangt man nur auf den harten Pfaden einer mühsamen Tugend.


X. Nach dem hl. Ambrosius, dessen ernste Ermahnung und Warnung wir so eben vernommen, wollen wir aus den Schriften eines andern Kirchenvaters einige dahin gehörende Aussprüche auswählen. Der hl. Hieronymus, dieser unermüdliche Kämpfer für die Reinheit des Glaubens, und standhafter Dulder aller deswegen über ihn gekommenen Verfolgungen; dieses bewunderungswürdige Muster des strengsten Büßerlebens redet über Kleiderpracht und Ziererei folgender Maßen: Wird wohl die Schminke auf dem Antlitz einer Christin etwas anders als eine weltliche Liebe anzünden und unterhalten sollen? Diese Arten von Ziererei sind gar nicht nach der Vorschrift des Herrn, sondern eine Erfindung des Teufels. Mit welcher Zuversicht wird eine Christin zum Himmel ihr Antlitz erheben können, welches derjenige, der es gebildet hat, nicht mehr erkennt?

Ferner sagt er in seinem Brief an Demetrias: Jene Frau gelte dir als eine schöne, liebenswürdige und wert deine Gesellschafterin zu sein, welche von ihrer Schönheit nichts weiß, welche ihre natürliche Schönheit heraus zu putzen vernachlässigt, und beim öffentlichen Erscheinen weder die Brust noch den Hals entblößt trägt.


XI. Der hl. Gregor, der Große genannt, sowohl seiner Gelehrsamkeit als Frömmigkeit wegen, der es sich besonders angelegen sein ließ, die Völker deutschen Stammes von dem Heidentum zu dem Herrn ihrem Gott zu bekehren, und in den Schoß der katholischen Kirche aufzunehmen, urteilte von der Kleiderpracht und den üppigen Moden ganz anders, als Viele in unseren Tagen. Als Nachkommen und Stammverwandte der Völker, welche Gregor in seiner Eigenschaft als Oberhaupt der katholischen Kirche in der Liebe Christi umfaßte, sind wir um so mehr verpflichtet, seinen Ermahnungen und Belehrungen mit folgsamem Sinn nach zu kommen, da er auch als Papst der berufene Lehrer der katholischen Kirche ist, den alle Christen hören und achten sollen.

Gregor sagt in seiner 40. Homilie:
Es gibt Einige, welche den Gebrauch feiner und kostbarer Kleider nicht für Sünde halten. Wenn aber darin keine Sünde wäre, so ließe sich nicht absehen, warum das Wort Gottes so mit besonderem Nachdruck aussagte: daß der Reiche, der in der Hölle gequält wurde, sich in feine Leinwand und Purpur gekleidet habe. Ist doch auch wohl Niemand, der kostbare Kleider zu anderem Zweck, als zu eitlem Ruhm sich sucht, um nämlich berühmter und vornehmer als andere zu scheinen. Denn daß man nur aus Eitelkeit und Ruhmsucht kostbare Kleider verlangt, geht schon daraus hervor, daß keiner an jenen Orten kostbare Kleider anhaben will, wo er von anderen nicht kann gesehen werden.

Ferner spricht davon Gregor in seiner Homilie über Johannes den Täufer:
Was soll es anders heißen, wo der Herr sagt: Siehe, die weichliche Kleider tragen, sind an den Höfen der Könige, als offen und deutlich behaupten: daß solche nicht dem König des Himmels, sondern einem irdischen dienen, welche für Gott nichts Unangenehmes leiden wollen, sondern die nur den äußeren Sinnen ergeben, des gegenwärtigen Lebens Weichlichkeit und Vergnügung suchen? Daher möge denn Keiner dafür halten, daß das Bestreben, durch Kleiderpracht sich hervorzutun und durch Flittereitelkeit zu gefallen, ohne Sünde sei; denn wenn das keine Sünde wäre, so würde der Herr auf keine Weise Johannes den Täufer so sehr wegen seines einfachen, schlichten und rauhen Kleides gelobt haben. Wenn das keine Sünde wäre, würde der Apostel Petrus keineswegs in seinem Briefe die Frauen vom Verlangen nach kostbaren Kleidern abmahnen, da er sagt: Nicht im kostbaren Gewand.


Von den heiligen Kirchenvätern und Lehrern aus den ersten Jahrhunderten, deren Aussprüche über Kleiderpracht und Moden wir hier teilweise aufgezeichnet haben, denn viele haben wir Kürze halber nicht aufgenommen, wenden wir uns jetzt zu frommen und heiligen Männern späterer Zeit, zu dem frommen und gelehrten Dionysius Carthusianus, dem hl. Antonius von Padua und dem hl. Bernardin von Siena, dem sel. Suso und dem hl. Erzbischof und Kardinal von Mailand Karl Borromäus. Beherzigt wohl, verehrte Leser und Leserinnen, auch ihre Aussprüche; denn es sind wichtige Worte, es sind Worte ernster Ermahnung und Belehrung.
Hört dieselben mit folgsamem Sinn und verhärtet heute nicht eure Herzen, wo ihr die Stimme so vieler Heiligen und Gesandten Gottes vernehmt; sondern dient dem Herrn in Furcht und ergreift die Zucht, damit nicht etwa der Herr erzürne und euch vom rechten Weg vertilge.

Dionysius der Karthäuser sagt in seiner Anleitung zu einem frommen Leben: daß mit überflüssiger Ziererei und in der Kleidung, die bis zum Ärgernis geben pomphaft ist, eine Todsünde begangen werde; und fährt dann fort: Die hl. Väter und die glorwürdigen und erleuchtetsten Lehrer würden gegen den überflüssigen Pomp und gegen die ausgesuchte, fremdartige, auffallende und übermäßige Kleidung nicht so strenge schreiben, wenn sie nicht geurteilt hätten, daß darin Todsünde sei.

Läßliche Sünden nämlich würden einen solchen Tadel und so harte Verdammung nicht verdienen. Daher schreibt denn auch ein Heiliger:
Die Frauen, welche sich eitel schmücken, schaden sich selbst mehr als andern, weil sie tödlich sündigen, wenn sie auch andere nicht anlocken...

Außerdem sündigt die Frau tödlich, wenn sie, ohne selbst Unlauteres zu wollen, noch auch zu wünschen, daß andere sie mit frechen Blicken ansehen, leichtsinnig, unbesonnen und unordentlich ihren Schmuck und ihre Schönheit zur Schau trägt, wodurch sie doch anderen einen Fallstrick legt; nach dem Wort des weisen Mannes Sir. 27, 26 „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, wer andern einen Fallstrick legt, wird selbst darin umkommen“.

Nach der Lehre des hl. Cyprianus, Hieronymus, Chrysostomus und Ambrosius ist es gewiß, daß die Frauen und Jungfrauen, welche sich so schmücken und sich so zur Schau tragen, in den Männern und Jünglingen den Zunder der Sünde anfachen, dieselben zur Wollust reizen und den Zuschauern gleichsam Dolch und Gift darreichen. Überdies sagt auch Hieronymus:
„Der Putz, die Pracht und die Schönheit, besonders die künstliche Schönheit der Frau ist ein Feuer für die Jünglinge, ein Zunder der Wollust und ein Anzeichen einer unverschämten Gesinnung. Wie kann diejenige ihre Sünden beweinen, welche das Haupt entblößt und Schminke auf ihr Angesicht bringt? Jener Putz ist keine Zierde Gottes, sondern die Kleidung des Antichristes. Mit welchem Vertrauen richtet sie ihr Antlitz nach dem Himmel, welches der Schöpfer nicht anerkennt?“

Worte des hl. Antonius von Padua aus seiner Rede auf den Dienstag in der
Passionswoche.
Die weltlich gesinnten Frauen haben zwei Laster, welche fast unheilbar sind. Eins ist die Sünde der Zunge, wodurch sie oft genug des Nächsten guten Ruf und Ehre stehlen. Das andere ist die Ziererei und eitler Schmuck, wodurch sie häufig ihrem Gott die Seelen rauben, die doch mit seinem kostbaren Blut erkauft sind. Die eitel geputzte und geschmückte Frau fängt die kostbare Seele des Mannes, sagt der weise Mann. Ja noch mehr, sie stehlen die Jahre, das ist, die Zeit, Gott unserm Herrn, indem sie sich jünger darstellen als sie sind, mit falschen Haaren und Locken sich zieren, und alles andere des natürlichen Schmuckes berauben, nur um sich selbst damit zu schmücken, und die Zierde als ihr Eigenes zur Schau zu tragen.

Groß und zahlreich sind die Nachteile sowohl für Zeit als Ewigkeit, welche aus überflüssigem und unanständigem Pomp und Pracht entstehen, das zeigt klar und deutlich der hl. Bernardin von Siena.
Aus den Eitelkeiten entsteht mancher zeitliche Schaden; denn bei aufmerksamer Betrachtung finden wir, daß aus der Menge der Ausgaben, welche bei Luxus-Artikeln gemacht werden, erstens der Nutzen, der Gewinn, der rechtmäßiger Weise davon hätte können gemacht werden, verschwindet; daß zweitens der zeitliche Schaden wächst. Zuerst hört nun jeglicher rechtmäßige Gewinn auf, der mit dem ausgelegten Gelde hätte können gemacht werden. Denn das Geld, das für Anschaffung überflüssiger Kleidungsstücke, für Zierrat, Kettchen, Kronen, kostbare Steine, Juwelen und für sonstigen überflüssigen Schmuck verwendet wird, bleibt gleichsam tot da liegen, da es doch im Handel, beim Ankauf von Besitztümern, in Haltung von Viehherden und bei sonstigen Erwerbszweigen vorteilhaft hätte können angelegt werden, und würde dasselbe folgender Maßen zum Wohl des Staates und des ganzen Vaterlandes gereichen. Zweitens erwächst daraus zeitlicher Nachteil; denn der Wert solcher Gegenstände der Eitelkeit nimmt allgemein immer ab.

Jede Frau ist schon von Natur zur Eitelkeit geneigt, und gleicht den Schafen, welche, wenn eins sich hinabstürzt, alle in denselben Abgrund hineinrennen. Diese Frau vom Neid bewegt, will, oblgeich sie geringen Herkommens ist, jener in Putz und Pracht gleich kommen. Eine Reiche und Vornehme hat nimmer in ihrem Herzen Ruhe, noch auch läßt sie ihren Mann in Frieden, bis sie andere Reiche und Vornehme in der Eitelkeit übertroffen hat. Eine andere noch reichere, vornehmere, stolze und wohlgestaltete Person glaubt, sie tue dem Schöpfer große Schmach an, wenn sie nicht alle anderen weit übertrifft, und sinnet deshalb und erfindet neue Eitelkeiten. Der Mann zuweilen mehr als eitel und charakterlos, willfahrt ihr in Allem, übervorteilt, entzieht und beraubt, wenn es Not tut, alle anderen, nur um seiner Frau genug zu tun.

Wenn aber etwa der Mann solchen Eitelkeiten, entweder aus Mangel, oder aus Geiz, oder aus Gewissenhaftigkeit nicht beistimmen will, nicht genug tut, nicht ganz und gar willfährt: o welch ein unerträglicher Krieg! o welch ein unüberwindlicher Kampf bei Tag und Nacht! Trauernd weiß sie der Klageworte kein Ende. O ich Unglückliche! Ich bin verheiratet; verfluchte Stunde! Jene geht prächtiger gekleidet als ich; jene da von niedererm Herkommen als ich, wird von allen geachtet; aber ich armselige, ach! ach! ich werde in der Gesellschaft der Frauen verachtet. Der Mann läßt sich durch so viele Behelligungen überwinden, und gibt aus Überdruß ihrem ungestümen Verlangen nach, nicht nur aus eigenen Mitteln, sondern auch von dem, was er gerechtigkeitshalber den Armen zu geben verpflichtet ist; er borgt, nimmt Gelder auf, macht Schulden auf Schulden, damit nur die Frau sich kostbare Kleider könne machen lassen. Wenn aber die eitle Frau durch ihr Bitten und Klagen nicht alles erhalten kann, was ihre prunksüchtige Seele will, so nimmt sie eigenmächtig einen bedeutenden Teil von den Gütern ihres Mannes, stiehlt von Allem, was im Haus ist, und sammelt sich eine hübsche Summe, damit sie so ihrer eitlen Begierde genug tun könne, und verheimlicht ihren Diebstahl, indem sie lügenhaft vorgibt, sie erhalte dergleichen von ihren Eltern oder nehme es von ihrem Vermögen. Aber bedauernswerter ist es noch, daß solche Frauen oftmals von verbrecherischen Liebhabern die Mittel sich zu zieren und zu schmücken erhalten und annehmen, die ihnen von ihren Männern verweigert werden. Welche Quelle des Elendes, Übels und Unglücks und großer Sünden ist demnach eine solche übermäßige Eitelkeit! Und leider ist die Neigung der Frauen zu solch eitlem Prunk so groß und der Teufel wirkt ihnen so treulich mit, daß, wenn in einer großen Stadt nur eine Einzige der Üppigkeit und eitlen Kleiderpracht ergeben ist, alle anderen von dieser Einen zu denselben Eitelkeiten sich hinziehen lassen.

Der Herr haßt den Überfluß sowohl der Menge als der großen Verschiedenheit der Sachen, wie man ihn in den Häusern Mancher findet. Betrachte da den Überfluß an Mannes- und Frauenkleidern. Hier sind die Kleider für die Wochentage, da für die gewöhnlichen Sonntage; hier für die größeren Festlichkeiten, da für alle feierlichen Tage. Die wertvolleren und kostbareren jedoch werden in den Schränken von den Motten verdorben und auch von törichten Müttern für ihre Töchter und Söhne zur Eitelkeit und zwar nicht ohne Sünde verwahrt. Da findet man seidene Kleider; einige sind mit Gold gestickt, einige sind grün, andere rot, einige gesprenkelt, andere bunt, einige blau, andere rötlich, wieder einige für den Sommer, andere für den Winter, einige fürs Land, andere für die Stadt, einige beim Regenwetter, andere beim Schnee, einige für den Tag, andere für die Nacht, einige eng gekräuselt, andere weit gekräuselt, einige kurz, andere lang, einige mit weiten Armeln, andere mit engschließenden Ärmeln, einige wieder ohne alle Ärmel, einige werden vorne, andere hinten, einige von der Seite geheftet und geschnürt... Wie viel Leinwand und überflüssige Kleidungsstücke, welche fast nie gebraucht werden? Wie viel silberne und vergoldete Geschirre (Schmuck) und prunkreich verfertigte Gefäße werden aufbewahrt, worin man seinen Ruhm, seine Ehre und Herrlichkeit sucht? Wahrlich man kann mit vollem Rechte hierauf die Worte Kohelets anwenden:
„O Eitelkeit der Eitelkeiten und alles ist Eitelkeit!“ Koh 1.

Der sel. Heinrich Suso sagt in seinem geistlichen Gespräch mit Christus, Kap.10 über denselben Gegenstand Folgendes: Christus spricht: Aber überdieß bedenke, wie tief die Frauen gesunken sind und wie sehr von denselben heutzutage die Furcht Gottes gewichen ist, und seine Ehre gering geschätzt und geachtet wird. Denn es gibt jetzt viele Frauen in der Welt, welche alle Scham verloren haben und unverschämter und frecher sind als selbst Männer. Ich rede hier nicht von ehrbaren, frommen und gottesfürchtigen Frauen; sondern von jenen, die der Welt ergeben sind; und die in bösen Reden und Taten, in Pomp und Pracht und in weltlichen Sitten ihre Zeit verschwenden, ihr Herz und ihre Sinne der unordentlichen Liebe der Geschöpfe widmen, und mehr den Menschen zu gefallen suchen als Gott. Solche Frauen sind Räuberhöhlen und Höllenschlünde. Gott aber hat Nachsicht und erträgt dieselben mit großer Geduld; doch ohne allen Nutzen. Gleichwohl wollen sie für ehrbare und wohlgesittete Frauen und Jungfrauen gehalten werden, und doch mißfallen sie Gott noch mehr als öffentliche Sünderinnen; weil diese zuweilen noch zittern und in Furcht und Schrecken leben, und aus Angst, ihr ewiges Heil zu verlieren, zur Belehrung getrieben werden; jene aber unverschämt und mit großer Verwegenheit sicher den Weg des Verderbens wandeln und von ungezügelter und stillsprechender Unehrbarkeit gefesselt, in einer erbärmlichen Vergessenheit Gottes und ihrer eigenen Seelen dahin leben.

Daher sind dieselben den Teufeln lieber als öffentliche Sünderinnen, da sie durch ihre stolzen und prachtvollen Kleider, worin sie erscheinen, durch ihren Gang, ihre Haltung, ihre Worte und durch ihre unverschämten und unehrbaren Augen die Männer mehr zur Unkeuschheit reizen und bewegen als öffentliche Sünderinnen; daher denn auch durch diese mehrere zur Sünde verführt werden als durch jene.
Glaube mir, daß sie in ihrem Herzen jeden Tag wohl hundert Todsünden begehen, wiewohl sie auch nicht eine derselben als solche erkennen; sondern sie halten sich selbst für ehrbare Frauen und Jungfrauen. Und doch, wie viele Jünglinge und wie viele Männer werden durch ihre gekünstelte Schönheit und durch den Anblick ihrer frechen, unehrbaren Kleidung hingerissen, mit voller Erkenntnis nach denselben zu verlangen, und dies geschieht sehr oft, wenn auch dieselben keineswegs zur Tat gelangen können.

Daher sind denn jene Frauen Schuld und haben Teil an allen sündenhaften Gedanken und Begierden, und tödlichen Verbrechen jener Leute, welche sie durch ihre Kleidung zum Bösen reizen,
weil sie mit dem unkeuschen Gewand, mit unverschämtem Gang und unzüchtigen Augen den Zuschauern Gelegenheit und ein Anlaß zur Sünde werden.
Ja wenn irgend ein Mann durch den Anblick solcher eitlen und unzüchtig gekleideten Frauenzimmer, sei es auf der Straße oder in der Kirche, so zur Wollust entbrennte, daß er sich Gelegenheit suchte und hinginge, die unerlaubte Tat zu begehen, so sind jene bedauerungswürdige, elendige Personen Schuld an allen jenen Sünden, obgleich sie dasselbe weder glauben noch einsehen wollen.

Wisse, daß bei ihrem Tod der Teufel ihnen vor Augen alle ihre Hoffarten, ihre Gefallsuchten, ihre unwürdigen, unnützen Eitelkeiten stellen wird und alle jene Sünden, welche sie niemals erkannt haben, damit er sie um so sicherer in Verzweiflung stürzen, und in den Abgrund der Hölle hineinziehen könne.

Ihnen nützt zu ihrem Heil der Empfang der hl. Sakramente nichts; noch die hl.
Wegzehrung, weil sie in ihrem Leben die hl. Sakramente bei der Gesinnung in dem Luxus, dem Pomp und Pracht, und den bösen Gewohnheiten zu verbleiben, empfangen haben. In der Todestunde gedenken sie aus eigener Schuld nicht an ihre Sünden; und daher empfangen sie mich in einem von Sündenschmutz und Unrath angefüllten Herzen; und wäre es ihnen besser, hundert tausend der bösen Geister als den lebendigen, gerechtesten, furchtbaren Gott in ihr durch Todsünden verunreinigtes Herz aufzunehmen. Aber auch Wehe den Priestern und Beichtvätern, welche es versäumen, diese elenden und unglücklichen Frauenzimmer zu belehren und auf bessere Wege zu bringen. So weit der sel. Heinrich Suso.

Der hl. Karl Barromäus, Kardinal und Erzbischof von Mailand, schreibt in seinen Ermahnungen an die Beichtväter:
Tödlich sündigt die Frau in der Art sich zu schmücken, wenn sie sich auch nicht über ihren Stand und ihr Vermögen kleidet, sobald nur der Schmuck an und für sich zur Sinneslust reizt, oder doch nach dem allgemeinen Urteil wahrscheinlicher Weise dazu reizen wird; oder aber, wenn auch der Pomp nimmer zur Wollust reizt, sie aber nichts desto weniger gewahrt, oder mit Wahrscheinlichkeit zweifelt, daß bei Gelegenheit einer solchen auffallenden Kleidung irgend eine Person gereizt wird, dieselbe mit unehrbarem Verlangen zu begehren, oder daß einer in dieser Sünde genährt wird; und deswegen sündigt eine solche eitle Person tödlich, weil sie durch ihre Kleidung zeigt, daß ihr das ewige Heil ihres Nächsten entweder gar nicht, oder nur wenig am Herzen liege, da sie ihn wegen ihre anstößigen Schmuckes zu Grunde gehen sieht, und doch die ärgerliche Kleidung nicht ablegt. –

Aus einem andern bewährten kirchlichen Schriftsteller.
Welche Sorge haben die Frauen die Haare zu flechten, Locken zu machen und zu drehen? Welche Knechtschaft in der Wahl der Kleidungstücke, in der Einschnürung und der Gesundheit so nachteiligen Zusammenpressung der Brust? Welche Arbeit, das Antlitz zu glätten, das ganze Haupt zu mustern und zu zieren. Welch langes, beständiges und oft wiederholtes Bemühen, die Ohren, Arme, und Hände mit dem kostbaren Gewicht der Edelsteine und Juwelen, der Armbänder und Ringe zu behängen?

Welcher Aufwand und Kosten? welche Sorgfalt und Fleiß? welche Kunstgriffe, um sich das nötige Geld zu verschaffen? Welches Streiten, welch Hadern bei Tag und Nacht mit den Eltern, Männern und allen Hausgenossen? Wie viele Diebstähle, wie viele Ehebrüche, wie viel Betrug und Raub? wie viele Seufzer und Klagen und Wut? Welcher Ehrgeiz und Eifersucht endlich unter den Frauen selbst, deren jede die Fahne ihrer eitlen Torheit ausbreitet, und der andern den Vorrang abzulaufen sucht? Das sind die Zwistigkeiten, das die grausamen Kriege, welche die Herzen solcher elenden, eitlen Frauenzimmer und ihre Seelen zerreissen. In diesen Kämpfen, und kindischen, nichtswürdigen Beschäftigungen verlieren sie ihre Zeit, verschwenden ihr Vermögen, und quälen und kreuzigen sich selbst.

Ergänzung aus einem bewährten kirchlichen Schriftsteller.
Was ist von jenen zu halten, die sichtbar unanständige Bilder in ihren Häusern haben?
Eben so wie jene Frauen sündigen, welche entblößte Brust und Schulter zur Schau tragen, so sündigen auch jene, welche unanständige, ganz oder teilweise nackte Bilder entweder malen oder öffentlich ausstellen. Zwar machen manche eine Ausnahme, daß es soll erlaubt sein, dergleichen schändliche Bilder als Zierrat und Kunstgegenstände aufzubewahren, wenn man nur dieselben dem Anblick der Menge entzöge. Allein, wenn es ausgemacht ist, daß die Anfertigung eines solchen Bildes und das Bild selbst, wenn auch nicht Jedem, doch vielen ein Anreiz zum Bösen ist, darf man dann noch die Ursache zur Sünde, das Ärgernis, wenn auch unter einem Schleier verdeckt, behalten? Darf man denn die Pest in seiner Kammer eingeschlossen halten?

Das Ärgernis selbst muß behoben, das Schändliche und Unanständige im Bild beseitigt werden. Es ist demnach nicht genug, die unehrbahren und schändlichen Gemälde mit einem Schleier zu überdecken, oder dieselben wegzuschließen; denn das hieße nichts anders als die Venusbilder unter dem Schleier anbeten und verehren. Aber die bedeckten Bilder, sagst du, sind keinem schädlich. Warum willst du sie aber bewahren? Als Zierrat und Kunstgegenstände. Aber wenn sie bedeckt sind, so zieren sie doch nicht mehr als die Wand oder der Schleier, womit sie überdeckt sind. Nicht doch, sagt man, denn obgleich sie, so lange sie bedeckt sind, nicht zieren, so behalten sie doch ihren Wert als Kunstgegenstände, weil man den Schleier jeden Augenblick wegnehmen kann, und die Kunsterfahrenen die Schönheit und Vortrefflichkeit der Gemälde betrachten können.

Aber wofür diese Betrachtung der Kunsterfahrenen? Das sie es vermögen den Vorbildern gleiche Werke zu verfertigen? Bewahre! Wozu sollen sie denn dieselben betrachten? Um ihre Neugierde daran zu weiden, und den Augen ein angenehmes Schauspiel zu verschaffen? Das wäre noch schlimmer! Es gibt demnach keinen rechtmäßigen, ehrbaren Grund dieselben zu behalten.

Was ist also zu tun? So wird man sie doch veräußern oder verkaufen dürfen?
Gar nicht. Denn wie es nach jedem Recht verboten ist, ein von der Pest angestecktes Kleid dem Nächsten zu schenken oder zu verkaufen, so ist es noch viel strenger verboten, die Pest und Seuche der Seelen zu verbreiten. Was soll man damit anfangen? Hier gibt es kein anderes Mittel als das Schändliche und Unanständige des Gemäldes zu übermalen. Es sind dies Bilder des Teufels und Götzenbilder der Unkeuschheit. Wer diese unter Hüllen so sorgfältig verwahrt, verabscheut diese nicht im Geringsten.

Aber sie verlieren, entgegnest du, ihren Wert und ihre Kostbarkeit, wenn sie
übermalt werden. Sie verlieren allerdings die unzüchtige Kostbarkeit und den schändlichen Wert; aber sie erlangen dafür den Wert der Ehrbarkeit und die eines Christen würdige und sittsame Haltung. Hierbei ist noch zu bedenken, daß, wenn ein Familienvater die teuflischen Götzenbilder der Unzucht, wenn auch verdeckt und eingeschlossen, aufbewahrt, er doch seinen Söhnen und weniger gewissenhaften Enkeln eine Gelegenheit bereitet, dieselben zu enthüllen und vor aller Augen auszustellen, woraus dann wieder unzählige Verbrechen entstehen würden.
Quelle: modetheorie.de

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Wer sich die Haare färbt und das Gesicht anstreicht, kritisiert damit Gott, der ihn so geschaffen hat, wie er / sie ist. Das sagen uns die hl. Kirchenväter.

Sie verführen und reizen andere zur Sünde, denn sie benehmen sich wie Dirnen. Die Welt mit all ihrer Eitelkeit vergeht. Die Heiligen trugen oft Bußhemdem und spitze Bußgürtel und geißelten sich. Die Disziplin war vor dem Konzil noch in manchen Orden üblich. Warum hat der Herr sich geißeln lassen? Doch nur wegen den Fleischessünden.

Heute ist es noch schlimmer. Man denke an die sogenannten Schönheitsoperationen oder das Aufspritzen der Lippen. Sind doch dicke Lippen eh Zeichen der Sinnlichkeit.

Bei den Taufversprechen widersagen vor Gott wir dem Pomp - der Eitelkeit der Welt! - Das ist Voraussetzung zum Empfang der Taufe und des Taufkleides! Dies wiederholen wir in jeder Osternacht. Doch die meisten lügen Gott an.

Früher galt die Regel: Knie und Ellenbogen haben bedeckt zu sein. Die Mode
hat den Anstand zerstört. Kein Mann geht mit kurzer Hose oder offener Brust oder ärmellos in die Kirche.

Wer sich verkleidet und schminkt, macht Fasching / Karneval in der Kirche. Ein schwieriges Thema - ein heißes Eisen, zumal die Frauen emotional reagieren.

Die Mode ist ja auch nichts Rationales. Man (ent)kleidet sich, egal welche Temperaturen herrschen.

Die Regel wäre:
Wenn man ausgeht, zieht man (Frau) sich an und nicht aus!

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Predigt des hl. Leonhard von Porto Mauritio
über die Zahl der Auserwählten   
 Copyright by © Klemens Kiser 

aus dem Französischen übersetzt von Klemens Kiser

Was die größten Heiligen mit Schrecken erfüllt.
Wer sich verdammt, verdammt sich durch sein eigene Bosheit.
Es ist keine Neugier, sondern eine Vorsichtsmaßnahme.
Zeugnisse der Hl. Schrift.
Untersuchung der verschiedenen Stände.
Die zwei Wege, die zum Himmel führen.
Bekenntnisse.
Wie der Sand des Meeres... Wie die Sterne des Firmaments...
Gott ist ein gerechter Vater.
Es gibt keine Entschuldigung.
Das Schicksal der katholischen Sünder.
Wenn du willst, wirst du gerettet werden.

Der hl. Leonhard von Porto Mauritius war ein großer Volksmissionar. Er verbrachte 44 Jahre unermüdlich im apostolischen Dienst in Italien. In Rom predigte der hl. Leonhard auf der Piazza Navona eine Volksmission, an der Papst Benedikt XIV. teilnahm. Seine Predigt war äußerst wirksam.

“Meine Predigten basieren nicht auf schönen Worten, sondern auf schönen Wahrheiten... Ich werde einfache, vertraute Worte verwenden, um von den gröbsten und ungeschicktesten verstanden zu werden, ohne die intelligentesten zu ermüden.”

Sein unermüdlicher Begleiter, Bruder Jakob von Florenz, riet ihm eines Tages, seine Predigtthemen zu ändern, weil man, wenn man immer die gleichen Predigten hält, nicht so viel Früchte erntet, als wenn man abwechselt. Der Heilige antwortete mit diesem entscheidenden Argument: “Tu es, du wirst ein eingebildeter kleiner Arzt sein, der die Herrlichkeit der Welt und nicht die Gottes sucht.”

“Mit zwei oder drei Gefährten, zu Fuß, ohne Schuhe, den Stock in der Hand, reiste der hl. Leonhard von Porto Mauritius, sagt Pater Gemelli
(El Franciscanismo, VI), durch Mittelitalien, fast ganz Italien vom Norden und bis nach Neapel im Süden. Wo immer er sich aufhielt, kam eine außergewöhnliche Menge Menschen. Von den ersten Predigten an war die Kirche zu klein für die Menge, die kam. alles, er mußte auf den öffentlichen Plätzen predigen, die sich dann bis zu den Dächern füllten. Nach Beendigung der Predigt wurden die Beichtstühle belagert. Und der Missionar blieb, ohne müde zu sein, Stunde für Stunde, Tag und Nacht, mit dem Mut des Soldaten, der sich weigert, das Schlachtfeld zu verlassen, bis er den vollständigen Sieg errungen hat; ohne zu vergessen, daß es nach der Schlacht immer noch heißt, den Feind zu verfolgen.

“Gegen die Hölle”, sagte er, “sei er bereit bis zu deinem letzten Atemzug zu kämpfen.
”Papst Benedikt XIV. nannte ihn “den großen Jäger des Paradieses.”

Der hl. Leonhard ist eine berühmte und sehr beliebte apostolische Person und der Patron Volksmissionen. Was ist der Grund für diese Schirmherrschaft?
Er hat getan, was das Kirchenrecht von 1918 in Kanon 1347 befiehlt:

1. Die hl. Predigt sollte zunächst darlegen, was die Gläubigen glauben und praktizieren müssen, um sich selbst zu retten.

2. Die Prediger des göttlichen Wortes dürfen sich nicht mit weltlichen Angelegenheiten befassen, abstrakten Themen, welche die gewöhnliche Fähigkeit der Zuhörer überschreiten. Sie müssen ihren Dienst des Evangeliums nicht durch überzeugende Argumentation menschlicher Beredsamkeit oder durch profane Prahlerei oder die Verführung eitler und ehrgeiziger Beredsamkeit ausüben, sondern indem sie sich in ihrer Predigt voller Geist und der Kraft Gottes aufzeigen, daß sie nicht sich selbst predigen, sondern den gekreuzigten Christus.

Das Kirchenrecht von 1983 sagt in Can. 528, daß der Pfarrer die Pflicht hat, das Wort Gottes unverfälscht zu verkündigen. - Doch wer tut dies? In manchen Diözesen wird man pensioniert, wenn man über das Fegfeuer predigt...

Eine der berühmtesten Predigten des hl. Leonhard von Porto Mauritius war über die geringe Zahl der Auserwählten - der Geretteten. Ihr vertraute er die Bekehrung der großen Sünder an. In dieser Predigt, die wie seine anderen Schriften während des Heiligsprechungsprozesses einer kanonischen Prüfung unterzogen wurde, geht er auf die verschiedenen Lebensstände der Christen ein und kommt zu dem Schluß, daß es nur eine relative geringe Anzahl von Menschen gibt, die im Vergleich zu allen Menschen, gerettet werden.

Der Leser wird über diesen bemerkenswerten Text nachdenken und, abgesehen von einigen Ausdrücken, die für die moderne Mentalität malerisch erscheinen mögen, die Stichhaltigkeit der Argumente erfassen, welche die Zustimmung der Kirche gewonnen haben.

Jesus sagt im Evangelium:
“Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt.” Mt 22,14.
D.h. nur wenige werden gerettet, weil viele nicht wollen.
Auserwählung ist keine Willkür, Gott bietet jedem die Gnade an, aber viele lieben sich, das Vergnügen, das Geld, den Sport, die Karriere oder andere Menschen mehr als Gott. Das Wesen der Sünde besteht ja darin, daß man etwas Geschaffenes dem Schöpfer vorzieht und somit Gott den Rücken zuwendet.


Hier die lebendige und bewegende Predigt
des großen Volksmissionars.

Predigt für den Dienstag nach dem vierten Fastensonntag über der Zahl der Auserwählten aus dem Buch der Predigten des hl. Leonhard von Porto Mauritius.

I. Was die größten Heiligen mit Schrecken erfüllt.

Gott sei Dank ist die Zahl der Jünger des Erlösers nicht so gering, daß die Bosheit der Schriftgelehrten und Pharisäer triumphieren muß. [Gilt auch für viele heutige Schriftgelehrten - Theologen.] Obwohl sie sich bemühen, die Unschuld zu verunglimpfen und die Menge mit ihren heimtückischen Irrtümern zu täuschen. Sie machen die Lehre und den Charakter unseres Herrn schlecht, finden sogar in der Sonne Flecken, doch viele erkannten in IHM den wahren Messias und folgten ihm offen ohne Angst vor Bestrafung oder Drohungen. Trotz der Betrügereien seiner Feinde: “De turba autem multi crediderunt in Eum - Viele aus der Menge glaubten an ihn.”

Sind alle, die Christus nachgefolgt sind, ihm bis zu seiner Verherrlichung gefolgt? O, hier respektiere ich dieses tiefe Geheimnis und verehre schweigend die Abgründe göttlicher Entscheidungen, anstatt verwegen über einen so großen Punkt zu entscheiden! Es ist ein ernstes Thema, das ich heute behandeln werde. Es ließ die Säulen der Kirche zittern, erfüllte die größten Heiligen mit Schrecken und bevölkerte die Wüsten mit Anchoreten (Einsiedlern). Diese Unterweisung, in der es darum geht festzustellen, ob die Anzahl der geretteten Christen größer oder kleiner ist als die Anzahl der Christen, die sich verloren gehen, wird Sie, so hoffe ich, zu einer heilsamen Furcht vor Gottes Gericht anregen.

  Inhaltsverzeichnis
 

II. Wer sich verdammt, verdammt sich durch sein eigene Bosheit.

Meine Brüder, ich möchte aufgrund der Liebe, die ich zu euch habe, sie durch die Voraussage des ewigen Glücks beruhigen können, indem ich jedem von Ihnen sage: Das Paradies ist Ihnen sicher. Die größere Anzahl von Christen wird sich retten, also wirst du auch dich retten. Aber wie kann ich Ihnen diese beruhigende Zusicherung geben, wenn sie, Feinde ihrer selbst, gegen die Gebote Gottes rebellieren? Ich sehe in Gott einen aufrichtigen Wunsch, euch zu retten, aber ich sehe in Euch eine Neigung, sich zu verderben. Was mache ich heute, wenn ich klar spreche? Ich werde euch mißfallen. Wenn ich nicht spreche, mißfällt mir Gott.

Ich werde dieses Thema daher in zwei Punkte aufteilen: Zum einen werde ich, um euch mit Schrecken zu erfüllen, die Theologen und die Kirchenväter die Frage entscheiden lassen und sagen, daß die Mehrheit der erwachsenen Christen sich verdammt; und wenn ich dieses schreckliche Geheimnis still betrachte, werde ich meine eigene Meinung verborgen halten.

Im zweiten Punkt werde ich versuchen, die Güte Gottes gegen die Gottlosen
verteidigen, indem ich Ihnen beweise, daß jene, die sich selbst verdammen, sich durch ihre eigene Bosheit verdammen, weil sie sich selbst verdammen wollen. Hier sind zwei sehr wichtige Wahrheiten. Wenn euch die erste Wahrheit erschreckt, glaubt mir nicht, als wollte ich euch den Weg zum Himmel verengen. Weil ich in dieser Frage neutral sein möchte: halten Sie es lieber mit den Theologen und den Kirchenvätern, die aus guten Gründen diese Wahrheit in Ihr Herz einprägen werden. Wenn Sie sich im Augenblick irren, danken Sie Gott, der nur eines will, daß Sie Ihm Ihr Herz ganz geben. Wenn Sie mich schließlich zwingen, klar zu sagen, was ich denke, werde ich es zu Ihrem Trost tun.

Es ist keine Neugier, sondern eine Vorsichtsmaßnahme.

Es ist keine vergebliche Neugier, sondern eine heilsame Vorsichtsmaßnahme, bestimmte Wahrheiten von der Kanzel zu erklingen zu lassen, die wunderbar dazu dienen, die Unverfrorenheit der Liberalen zu überwinden, die immer von der Barmherzigkeit Gottes und der Leichtigkeit sich zu bekehren sprechen, die in alle Arten von Sünden versunken leben und mit Selbstvertrauen auf dem Weg zur Hölle schlafen. Um sie zu entwaffnen und aufzuwecken lassen Sie uns heute diese große Frage untersuchen:

Ist die Zahl der Christen, die gerettet werden, größer als die, die sich verdammen? Fromme Seelen, zieht euch zurück, diese Predigt ist nichts für euch. Ihr einziger Zweck ist es, den Stolz dieser Liberalen zu überwinden, die aus euerem Herzen die heilige Furcht vor Gott verjagen und sich mit dem Dämon zusammen- schließen, der nach Meinung des
hl. Eusebius († 340), Seelen verdammt, indem man sie beschwichtigt “Immittit securitatem ut immittat perditionem - Er gibt Sicherheit um sie ins Verderben zu senden”.

Um diesen Zweifel zu lösen, stellen wir auf der einen Seite alle Kirchenväter, sowohl griechische als auch lateinische, auf die andere die am meisten gelehrten Theologen, die am meisten gelehrten Historiker und stellen Sie die Hl. Schrift in die Mitte, damit es alle erkennen können.

Hören Sie also nicht darauf, was ich Ihnen sagen werde, weil ich Ihnen gesagt
habe, daß ich nicht für mich sprechen oder die Frage entscheiden will, sondern was diese großen Köpfe, die Leuchten in der Kirche Gottes sind, Ihnen sagen werden, um andere zu erleuchten, damit sie den Weg zum Himmel nicht verfehlen. Auf diese Weise werden wir, geleitet vom dreifachen Licht des Glaubens, der Autorität und der Vernunft, diese ernste Frage sicher lösen können.

Beachten Sie, da es hier nicht um die gesamte Menschheit oder um alle Katholiken ohne Unterschied geht, sondern nur um erwachsene Katholiken, die mit freiem Willen in der großen Aufgabe ihrer Erlösung mitarbeiten können. Lassen Sie uns zuerst die Theologen zu Rate ziehen, die anerkanntermaßen die Dinge genauer untersuchen und in ihrer Lehre nicht übertreiben. Hören wir zwei gelehrte (hl.) Kardinäle,
Cajetan und Robert Bellarmin: Sie lehren, daß sich die Mehrheit der erwachsenen Christen selbst verdammt, und wenn ich Zeit hätte, die Gründe zu erklären, auf denen sie beruhen, wären Sie selbst davon überzeugt.

Ich werde hier nur Suarez zitieren, der nachdem er alle Theologen zu Rate gezogen hatte und die Frage aufmerksam studiert hatte, schrieb:
“Die häufigste Vermutung ist, daß es unter Christen mehr Verdammte als Gerettete gibt.”

Wenn Sie sich zur Autorität der Theologen und der griechischen und des lateinischen Kirchenväter anschließen möchten, werden Sie feststellen, daß fast alle dasselbe sagen. Es ist die Meinung des
hl. Theodor († 460), des hl. Basilius († 379), des hl. Ephrem († 373) und des hl. Johannes Chrysostomus († 407). Noch mehr, nach dem Bericht Baronius, war es eine gemeinsame Meinung unter den griechischen Vätern, daß diese Wahrheit dem hl. Simeon dem Säulensteher ausdrücklich offenbart worden war und, daß er als Ergebnis dieser Offenbarung beschlossen hatte, um seine Erlösung zu sichern, vierzig Jahre lang auf einer Säule stehen (leben), allen Widerwärtigkeiten des Wetters ausgesetzt, als Vorbild der Buße und Heiligkeit für alle. [Diese Säule gibt es heute noch nach 1500 Jahren.]

Wenden wir uns jetzt den lateinischen Väter zu, und Sie werden hören, wie der
hl. Gregor der Große († 604) Ihnen klar sagt: “Viele kommen zum Glauben, aber nur wenige ins himmlische Königreich.”

“Es gibt nur wenige, die gerettet werden”, sagt der hl. Anselm, und der hl. Augustinus sagt noch deutlicher: “Es gibt daher nur wenige, die gerettet werden, im Vergleich zu denen, die verloren sind.” Am beängstigten ist jedoch der hl. Hieronymus, der am Ende seines Lebens in Gegenwart seiner Jünger diesen erschreckenden Satz aussprach:

 
“Von hunderttausend, deren Leben immer schlecht war, werden Sie kaum einen finden, der Vergebung verdient.“

  Inhaltsverzeichnis


III. Zeugnisse der Hl. Schrift.

Aber warum die Meinungen der Väter und Theologen einholen, wenn die Hl. Schrift die Frage so klar entscheidet? Wenn Sie das Alte und das Neue Testament durchgehen, werden Sie eine Menge von Bildern, Symbolen und Aussagen finden, die diese Wahrheit deutlich machen: Es gibt nur sehr wenige, die gerettet werden.

Zu Noes Zeiten wurde die gesamte Menschheit von der Flut überschwemmt, und nur acht Menschen wurden in der Arche gerettet. “Nun, diese Arche”, sagt der hl. Petrus, “war das Bild der Kirche”, “und diese acht Menschen, die gerettet wurden”, fährt der hl. Augustinus fort, “bedeuten, daß nur sehr wenige Christen gerettet werden, weil nur sehr wenige, die aufrichtig auf die Welt entsagen und daß jene, die nur mit Worten entsagen, nicht zu dem Geheimnis gehören, das diese Arche darstellt.”

Die hl. Schrift sagt uns auch, daß nur
zwei von zwei Millionen Hebräern das verheißene Land betraten, nachdem sie Ägypten verlassen hatten; daß nur
vier Menschen dem Feuer von Sodom und den anderen berüchtigten Städten, die damit umkamen, entkommen sind. All dies bedeutet, daß die Zahl der Verdammten, die wie Stroh ins Feuer geworfen werden müssen, die der Auserwählten, die der himmlische Vater eines Tages als einen kostbaren Weizen in seinen Getreidespeicher sammeln muß, bei weitem überwiegt.

Ich käme an kein Ende, wenn ich hier alle Zahlen darlegen müßte, durch die
die Heiligen Bücher diese Wahrheit bestätigen: Laßt uns damit begnügen, dem lebendigen Orakel der menschgewordenen Weisheit zuzuhören. Was antwortete
Unser Herr auf diesen merkwürdigen Mann im Evangelium, der ihn fragte: “Herr, sind es nur wenige, die retten werden?” Hat er geschwiegen? Antwortete er zögernd? Hat er seine Gedanken versteckt, aus Angst, die Menge zu erschrecken? Nein: Von einem befragt, richtetete er sich an alle Anwesenden. Du fragst mich, sagte er, ob es nur wenige gibt, die gerettet werden. Hier ist meine Antwort: “Bemüht euch, durch die schmale Tür einzutreten, denn viele, ich sage euch, werden versuchen einzutreten und werden es nicht können.” (Lk 13,24)

Wer spricht hier? Es ist der Sohn Gottes, die ewige Wahrheit, der bei einer anderen Gelegenheit noch deutlicher sagt:
“Viele sind berufen, aber nur wenige sind auserwählt”. (Mt 20,16) Er sagt nicht: Alle sind berufen, und unter allen Menschen sind nur wenige auserwählt. Aber er sagte: Viele sind berufen, das heißt, wie der hl. Gregor erklärt, daß unter allen Menschen viele zum wahren Glauben berufen sind, aber unter ihnen gibt es nur wenige, die gerettet werden.
Diese Worte, meine Brüder, stammen von unserem Herrn Jesus Christus. Sind
sie klar? Sie sind wahr. Sagen Sie mir jetzt, ob es Euch möglich ist, in Eurem Herz Glauben zu haben und nicht zu zittern.

   Inhaltsverzeichnis

IV. Untersuchung der verschiedenen Stände.

O, ich sehe, daß ich mein Ziel verfehle, wenn ich so von allem im Allgemeinen spreche: Lassen Sie uns diese Wahrheit daher auf die verschiedenen Lebensstände anwenden, und Sie werden verstehen, daß es notwendig ist, Vernunft, Erfahrung und gesunden Menschenverstand der Gläubigen aufzugeben oder einzugestehen, daß die meisten Katholiken verloren gehen.

Gibt es auf der Welt einen Stand, der für die Unschuld günstiger ist, in dem die
Errettung leichter zu sein scheint und von dem man eine höhere Vorstellung hat als die der Priester, die die Offiziere (Stellvertreter) Gottes sind? Wer würde nicht auf den ersten Blick glauben, daß die meisten von ihnen nicht nur gut, sondern auch vollkommen sind; und doch bin ich entsetzt, wenn ich den
hl. Hieronymus höre, zu behaupten, daß, obwohl die Welt voller Priester ist, es kaum einen von hundert gibt, der in einer Weise lebt, die seinem Stand entspricht.
Wenn ich höre, wie ein Diener Gottes bezeugt, daß er durch Offenbarung erfahren hat,
daß die Zahl der Priester, die täglich in die Hölle fallen, so groß ist, daß es ihm nicht möglich erschien, daß auf Erden so viel übrig blieb: wenn ich den hl. Chrysostomus mit Tränen in den Augen rufen höre:

 
“Ich glaube nicht, daß es viele Priester gibt, die gerettet werden, aber ich glaube im Gegenteil, daß die Zahl derer, die verloren gehen, viel größer ist”.

Schau noch höher; sieh die Prälaten der hl. Kirche, die Priester, die für die Seelen verantwortlich sind: Ist die Zahl derer, die unter ihnen gerettet werden, größer als die Zahl derer, die verloren gehen?

Hören Sie
Thomas von Cantimpré. [† 1270. Er war Schüler des hl. Albert,
wie der hl. Thomas von Aquin.]
Er wird Ihnen eine Begebenheit erzählen. Es liegt an Ihnen, die Konsequenzen zu ziehen. In Paris fand eine Synode statt: Eine große Anzahl von Prälaten und Priestern, die für die Seelen verantwortlich waren, waren dort; Der König und die Fürsten kamen, um durch ihre Anwesenheit zur Pracht dieser Versammlung beizutragen. Ein berühmter Prediger wurde eingeladen zu predigen; und während er seine Predigt vorbereitete, erschien ihm ein schrecklicher Dämon und sagte ihm:
“Leg alle deine Bücher beiseite; Wenn Sie diesen Fürsten und Prälaten eine nützliche Predigt halten möchten, sagen Sie ihnen einfach von uns:

“Wir Fürsten der Finsternis danken Euch, Fürsten, Prälaten und Hirten der Seelen, daß durch Eure Nachlässigkeit die größte Anzahl der Gläubigen verloren geht. Deshalb behalten wir uns das Recht vor, sie für diesen Dienst zu belohnen, wenn Sie bei uns in der Hölle sind.”

Wehe euch, die ihr anderen befehlt: Wenn es so viele gibt, die durch eure Schuld verdammt werden, was wird mit euch werden? Wenn von denen, die an erster Stelle in der Kirche Gottes stehen, nur wenige gerettet werden, was wird dann aus Euch? Nehmen Sie alle Stände, alle Geschlechter, alle Verhältnisse, Ehemänner, Ehefrauen, Witwen, junge Mädchen, junge Leute, Soldaten, Kaufleute, Handwerker, Reiche, Arme, Adlige, Einfache; Was werden wir über all diese Menschen sagen, die schlecht leben?

Der
hl. Vinzent Ferrier († 1419) wird Ihnen anhand der Tatsache zeigen, was
Sie darüber denken müssen. Er berichtet, daß ein Erzdiakon von Lyon, der seine Würde aufgegeben und sich um Buße zu tun, in die Wüste zurückgezogen hatte, am selben Tag und
zur selben Zeit wie der hl. Bernhard starb. Als er nach seinem Tod seinem Bischof erschien, sagte er zu ihm:

“Wisse, Monsignore, daß zu der Stunde, da ich starb, 33.000 Menschen starben. Von dieser Zahl stiegen Bernhard und ich unverzüglich in den Himmel auf, drei kamen ins Fegfeuer, und alle anderen fielen in die Hölle.”

Unsere Chroniken erzählen eine noch entsetzlichere Tatsache. Einer unserer
Ordensleute, berühmt für seine Lehre und Heiligkeit, predigte in Deutschland und schilderte die Häßlichkeit der Sünde der Unreinheit so eindringlich, daß eine Frau aus lauter Angst vor allen tot umfiel. Als sie wieder zum Leben erwachte, sagte sie:

“Als ich vor das Gericht Gottes gestellt wurde, kamen gleichzeitig 60.000
Menschen aus allen Teilen der Welt dorthin. Von diesen wurden drei durch das Fegfeuer gerettet, und alle anderen waren verdammt.”


O Abgrund der Urteile Gottes! Von 33.000 nur fünf gerettet! Von 60.000 gab es nur drei, die in den Himmel kamen! Sünder, die ihr mir zuhört, bei welchen wirst du sein?... Was sagst du?... Was denkst du?... 

  Inhaltsverzeichnis
 

V. Die zwei Wege, die zum Himmel führen.

Ich sehe, daß fast alle von Euch von Sprachlosigkeit und Entsetzen ergriffen den Kopf senken. Aber legen Sie Ihre Angst ab, und anstatt uns zu schmeicheln, versuchen wir, unserer Angst einen Vorteil zu entziehen. Stimmt es nicht, daß es zwei Wege gibt, die zum Himmel führen: Unschuld und Umkehr?

Wenn ich Ihnen jetzt zeige, daß es nur sehr wenige gibt, die einen dieser beiden Wege einschlagen, werden Sie bei vernünftigen Menschen zum Schluß kommen, daß es nur sehr wenige gibt, die gerettet werden. Und um zu den Beweisen zu kommen, welches Alter, welchen Beruf, welchen Stand werden Sie finden, wo die Anzahl der Bösen nicht hundertmal höher ist als die der Guten, und von denen wir sagen können: “Gute sind dort selten und sehr viele böse?”

Wir können von unserer Zeit sagen, was der hl. Salvian von Marseille († 475)
selbst gesagt: “Es ist einfacher, eine unzählige Menge von Sündern zu finden, die in alle Arten von Missetaten versunken sind, als ein paar unschuldige Menschen. Wie viele gibt es unter den Dienern, die in ihrem Amt vollkommen treu und treu sind? Wie viele der Kaufleute sind fair und gerecht in ihrem Handel? Wie viele Handwerker sind genau und ehrlich? Wie viele der Händler sind selbstlos und aufrichtig? Wie viele unter den Juristen, die keine Gerechtigkeit verraten? Wie viele Soldaten, die die Unschuld nicht mit Füßen treten? Wie viele Meister, die die Löhne derer, die ihnen dienen, nicht ungerecht einbehalten oder nicht versuchen, ihre Untergebenen zu beherrschen?

Überall sind gute Menschen selten und schlechte Menschen zahlreich. Wer weiß nicht, daß es heute so viel Zügellosigkeit unter jungen Menschen gibt, so viel Unheil unter reifen Männern, so viel Hemmungslosigkeit unter jungen Mädchen, Eitelkeit unter Frauen, Zügellosigkeit im Adel, Korruption im Bürgertum, der Niedergang unter den Menschen, so viel Unverschämtheit unter den Armen, daß man sagen kann, was David über seine Zeit gesagt hat: “Alle zusammen sind in die Irre gegangen... Es gibt niemanden, der Gutes tut nicht ein einziger.” (Ps 13 und 52). Wir sind leider angekommen in dieser von Hosea vorhergesagten universellen Flut von Lastern:
Maledictum und mendacium und furtum und adulterium inunda-verunt.
- Fluch und Lüge, Mord, Diebstahl und Ehebruch haben überhand-genommen. Hos. 4,2

Gehen Sie durch die Straßen und Plätze, die Paläste und die Häuser, die Städte und das Land, die Gerichte und die Höfe, die Tempel Gottes selbst: Wo werden Sie Tugend finden? “Ach!,” sagte der
hl. Salvian, “abgesehen von einer sehr kleinen Anzahl von Menschen, die vor dem Bösen fliehen, was ist die Versammlung der Christen, wenn nicht ein Auswurf aller Laster? Überall gibt es nur Egoismus, Ehrgeiz, Völlerei und Luxus. Der größte Teil der Menschen, ist er nicht durch das Laster der Unreinheit beschmutzt, und hat nicht der hl. Johannes recht, daß, wenn man so etwas so Verdorbenes nennen kann, die ganze Welt unter der Macht des Bösen steht? (1 Jo 5,19). Nicht ich bin es, der es dir sagt; es ist die Vernunft, die Euch zu der Annahme zwingt, daß es unter so vielen Menschen, die so schlecht leben, nur sehr wenige gibt, die gerettet werden.

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VI. Bekenntnisse

Aber kann nicht die Buße, sagt Ihr, den Verlust der Unschuld wiedergutmachen? Es stimmt, ich stimme zu: Aber ich weiß auch, daß die Buße in der Praxis so schwierig ist, daß diese Übung meist verloren gegangen ist oder daß sie unter Sündern so oft mißbraucht wird, daß dies allein ausreicht euch davon zu überzeugen, daß es nur wenige gibt, die diesen Weg gehen. O, wie steil, schmal, mit Dornen übersät, schrecklich anzuschauen, wie schwer ist er zu besteigen! Sie können überall blutige Spuren und Dinge sehen, die an traurige Erinnerungen mahnen. Wie viele sehen es nicht! Wie viele ziehen sich von Anfang an zurück! Wie viele fallen in der Mitte vor Müdigkeit, wie viele geben am Ende kläglich auf! und wie wenige halten bis zum Tod durch!

Der hl. Ambrosius [† 397] sagt, daß es einfacher ist, Menschen zu finden, die Unschuld bewahrt haben, als Menschen, die richtige Buße getan haben - “Facilius inveni qui innocentiam servaverint, quam qui congruam pœnitentiam egerint”.

Wenn Sie das Sakrament der Buße betrachten, welche verstümmelte Geständnisse, welche raffinierte Entschuldigungen, welch trügerische Reue, welch falsche Versprechen, welch unwirksame Worte, wieviel ungültige Absolutionen! Betrachten Sie das Geständnis desjenigen als gültig, der sich schändlicher Sünden beschuldigt, deren Gelegenheit er nicht meidet, oder desjenigen, der sich offensichtlicher Ungerechtigkeiten beschuldigt, ohne die Absicht zu haben, sie wiedergutzumachen, oder jemandem, der, kaum gestanden, in die gleichen Missetaten zurückfällt? O, schreckliche Mißbräuche eines so großen Sakraments!

Der eine gesteht, um eine Exkommunikation zu vermeiden, der andere, um sich den Ruf eines Büßers zu verschaffen. Dieser befreit sich von seinen Sünden, um sein Gewissen zu beruhigen, einer verbirgt sie vor Scham; der eine beschuldigt sich bewußt unvollständig, der andere bekennt sie aus Gewohnheit. Letzteres ist nicht der wahre Sinn des Sakraments; dem einem fehlt die notwendige Reue; einem anderen der feste Vorsatz.

Arme Beichtväter, welche Mühen brauchen Sie nicht, um den größten Teil der Büßer zu diesen Vorsätzen, zu diesen Taten zu bringen, ohne die das Geständnis ein Sakrileg, die Absolution eine Verdammung und die Reue eine Illusion ist!

Wo sind jetzt jene, die glauben, daß die Zahl der Auserwählten unter den Christen größer ist als die der Verworfenen, und die, um ihre Meinung zu bestätigen, deshalb sagen: die meisten erwachsenen Katholiken sterben in ihrem Bett, versehen mit den Sakramenten der Kirche, also sind die meisten erwachsenen Katholiken gerettet? O, was für eine Denkweise! Man sollte genau das Gegenteil sagen.

Die meisten erwachsenen Katholiken beichten zu Lebzeiten schlecht, umso mehr beichten sie beim Tod schlecht, also sind die meisten verdammt.

Ich sage: a fortiori, weil ein sterbender Mensch, der nicht gut gebeichtet hat, während er gesund war, es viel schwieriger dies zu tun wird, wenn er im Bett liegt, sein Herz drückt, sein Kopf wankt, der Verstand schläfrig ist; Wenn ihn auf verschiedene Weise noch lebende Objekte angreifen, noch frische Gelegenheiten, alte Gewohnheiten und insbesondere Dämonen, die alle Mittel suchen, um ihn in die Hölle zu stürzen? Wenn Sie all diesen falschen Büßern so viele andere Sünder hinzufügen, die unerwartet in der Sünde oder durch Unwissenheit der Ärzte oder durch die Schuld der Verwandten sterben, die vergiftet oder bei einem Erdbeben verschüttet werden oder vom Schlaganfall getroffen werden, bei einem Sturz oder auf einem Schlachtfeld oder in einer Schlägerei, in Gefangenschaft oder vom Blitz getroffen oder verbrannt oder ertrinken, - sind Sie nicht gezwungen zu folgern, daß die meisten erwachsenen Christen verdammt sind?

Dies ist die Argumentation des
hl. Chrysostomus. Die meisten Christen, sagt dieser Heilige, wandeln sie nicht ihr ganzes Leben auf dem Weg der Hölle? Warum sollten Sie sich wundern, daß die meisten zur Hölle fahren? Um zur Tür zu gelangen, nehmen Sie den Weg, der dorthin führt. Wie antworten Sie auf eine so zwingende Begründung? 

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VII. Wie der Sand des Meeres...  Wie die Sterne des Firmaments...

Sie werden sagen, die Antwort ist, daß Gottes Barmherzigkeit groß ist. Ja, für
jene, die ihn fürchten: “Misericordia Domini super timentes eum -
Die Barmherzigkeit Gottes ist über jenen, die ihn fürchten”, sagt der Prophet; aber seine Gerechtigkeit ist groß für jene, die sie nicht fürchten, und sie verurteilt alle hartnäckigen Sünder:
“Hinweg von mir, all ihr Übeltäter.” (Lk 13,27)

Aber für wen ist das Paradies, wenn nicht für Christen? Es ist zweifellos für Christen, aber für jene, die ihren Taufcharakter nicht entehren und als Christen leben. Und außerdem, wenn Sie zu der Zahl erwachsener Christen, die in der Gnade Gottes sterben, die unzählige Menge von Kindern hinzufügen, die nach der Taufe sterben, bevor Sie das Alter der Vernunft erreichen, werden Sie nicht mehr überrascht sein als die Apostel Johannes sagte, als er von den Auserwählten sprach: “Ich habe eine große Menge gesehen, die niemand zählen konnte.”
(Offb 7,9) [Früher gab es eine hohe Kindersterblichkeit, sehr viele starben schon früh.]

Und das ist es, was jene irreführt, die behaupten, daß die Zahl der auserwählten Katholiken größer ist als die der Verworfenen. Es ist sicher, daß, wenn Sie alle Katholiken zusammen nehmen, die meisten von ihnen gerettet werden, denn nach den gemachten Beobachtungen stirbt etwa die Hälfte der Kinder nach der Taufe vor dem Alter der Vernunft. Wenn Sie nun zu dieser Zahl jene Erwachsenen hinzufügen, die das Gewand der Unschuld bewahrt haben oder die es, nach dem sie es befleckt hatten, mit den Tränen der Buße gewaschen haben, ist es sicher, daß die größte Zahl gerettet wird; und dies erklärt die Worte des Apostels Johannes:
“Ich habe eine große Menge gesehen” und diese andere unseres Herrn: “Viele werden aus dem Osten und dem Westen kommen und werden mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen” und die andere Stellen, die wir gewohnt sind, für diese Meinung zu zitieren.

[Offb 7,9 ‘Darauf sah ich eine große Schar, die niemand zu zählen vermochte,
aus allen Völkern, Stämmen, Geschlechtern und Sprachen. Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Gewändern und mit Palmen in ihren Händen.’ - Man beachte: mit weißen - nicht schmutzigen Gewändern.]

Aber wenn wir von erwachsenen Christen sprechen, stimmen Erfahrung, Vernunft, Lehramt, Überlieferung und Schrift darin überein, daß die größte Anzahl sich selbst verdammt. Glaube nicht, daß das Paradies leer sein; im Gegenteil, es ist ein sehr bevölkerungsreiches Königreich;
und wenn die Verworfenen so zahlreich sind wie der Sand des Meeres, sind die Auserwählten so zahlreich wie die Sterne des Firmaments, das heißt, beide sind unzählig, wenn auch in sehr unterschiedlichen Anteilen.

Der
hl. Johannes Chrysostomus, der eines Tages in der Kathedrale von
Konstantinopel predigte und dieses Verhältnis berücksichtigte, konnte nicht anders, als vor Entsetzen zu schaudern: “Wie viele”, sagte er, “unter diesen so zahlreichen Menschen, glauben Sie, werden gerettet werden?” Und ohne auf die Antwort zu warten, fügte er hinzu:
“Unter so vielen tausend Menschen sind nicht hundert, die gerettet werden, und für diese hundert zweifle ich immer noch.”

Was für eine schreckliche Sache! Der große Heilige glaubte, daß bei so vielen
Menschen kaum hundert Menschen gerettet werden, und dennoch war er sich dieser Zahl nicht sicher. Was wird mit Euch passieren, die ihr mir zuhört? Mein Gott? Ich kann nicht daran denken, ohne zu schaudern. Das Geschäft der Erlösung ist eine sehr schwierige Sache, meine Brüder; denn nach Maximus dem Theologen, wenn ein Ziel große Anstrengungen erfordert, erreichen es nur wenige.

Aus diesem Grund kommt der engelgleiche Lehrer
Thomas (von Aqiun), nachdem er mit seiner immensen Gelehrsamkeit alle Gründe dafür und dagegen abgewogen hat, zum Schluß, daß die größte Anzahl erwachsener Katholiken verdammt ist:

“Die ewige Glückseligkeit übertrifft den Zustand der Natur, vor allem seit diese der ursprünglichen Gnade beraubt ist, daher wird nur eine kleine Zahl gerettet.”

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VIII. Gott, der gerechter Vater.

Nimm die Binden von den Augen, die blinde Selbstliebe, die Euch hindert, einer so offensichtlichen Wahrheit zu glauben, was Euch die meisten Mißverständnisse über Gottes Gerechtigkeit gibt. “Gerechter Vater! Die Welt kennt dich nicht”, sagt unser Herr Jesus Christus. Er sagt nicht Allmächtiger Vater, sehr guter, barmherziger Vater; Er sagt: “Gerechter Vater”, um uns verstehen zu lassen, daß von allen Eigenschaften Gottes keine weniger bekannt ist als Seine Gerechtigkeit, weil die Menschen sich weigern zu glauben, was sie fürchten zu erfahren. Nehmen Sie den Schleier ab, der Ihre Augen verdunkelt, und sagen Sie mit Tränen: Ach! Die größte Anzahl von Katholiken, die größte Anzahl der Einwohner dieses Ortes und vielleicht sogar dieses Publikums wird verdammt sein. Welches Thema verdient Ihre Tränen am meisten?

König Xerxes, († 465 v. Chr.) der von der Spitze eines Hügels aus seine Armee
aus hunderttausend Soldaten in der Kampfordnung stehend sah und in Anbetracht dessen, daß in hundert Jahren kein einziger Mann mehr leben würde, konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Haben wir nicht viel mehr Grund zu weinen und zu bedenken, daß von so vielen Katholiken die größte Anzahl verdammt sein wird?

Sollte dieser Gedanke nicht Tränenströme aus unseren Augen heraustreiben oder zumindest in unseren Herzen dieses Gefühl des Mitleids erregen, das früher den ehrwürdigen Augustiner
Marcel vom hl. Dominikus bewegte? Als er eines Tages über ewige Strafen meditierte, zeigte ihm der Herr, wie viele Seelen gerade zur Hölle gingen, und zeigte ihm einen sehr breiten Weg auf dem 22.000 Verworfene dem Abgrund zuliefen und miteinander zusammenstießen. Bei diesem Anblick rief der Diener Gottes erstaunt aus: “Oh! welche Zahl! welche Zahl! und es gibt mehr. O Jesus! O Jesus! Was für ein Wahnsinn!

Lassen Sie mich deshalb mit
Jeremia wiederholen: “Wer wird meinem Kopf Wasser und meinen Augen eine Quelle von Tränen geben, und ich werde um jene trauern, die die Tochter meines Volkes verloren hat.” (Jer 8,23)

Arme Seelen! Wie rennt ihr so eifrig zur Hölle? Bitte hört, hört mir einen Moment zu. Entweder versteht ihr, was es bedeutet, sich selbst zu retten und sich für alle Ewigkeit zu verdammen, oder ihr versteht es nicht. Wenn Sie es verstehen, und wenn Sie sich trotzdem entscheiden, ihr Leben jetzt nicht ändern, um eine gute Beichte, abzulegen, die Welt zu Füßen zu treten, in einem Wort, um alle Anstrengungen unternehmen, zu jenen wenigen zu zählen, die gerettet werden, ich sage, habt ihr keinen Glauben. Wenn Sie es nicht verstehen, sind Sie entschuldbar; denn es muß gesagt werden, daß Sie Ihren Verstand verloren haben.

Für alle Ewigkeit gerettet zu sein! - für alle Ewigkeit verloren zu sein! Und nicht alle Anstrengungen zu unternehmen, um das eine zu vermeiden und das andere zu sichern, ist etwas, das man sich nicht vorstellen kann.

Vielleicht glauben Sie den schrecklichen Wahrheiten, die ich Ihnen gerade gesagt habe, immer noch nicht. Aber es sind die bedeutendsten Theologen, die berühmtesten Kirchenväter, die durch meinen Mund zu Ihnen gesprochen haben. Wie können Sie dann Beweisen widerstehen, die durch so viele Beispiele, durch so viele Worte der Hl. Schrift gestärkt wurden? Wenn Sie trotzdem immer noch zögern und Ihr Geist sich der entgegengesetzten Meinung zuwendet, reicht diese Überlegung allein nicht aus, um Sie zum Zittern zu bringen? O, Sie zeigen, daß Sie sich wenig um Ihre Erlösung kümmern? In dieser wichtigen Angelegenheit wird ein vernünftiger Mensch mehr vom geringsten Zweifel über die Gefahr betroffen, die sie in sich birgt, als vom Beweis eines völligen Ruins in anderen Angelegenheiten, an denen die Seele nicht interessiert ist.

Einer unserer Ordensleute, der
sel. Ägidius, pflegte zu sagen:
Wenn ein Mensch verdammt würde, würde er alles tun, um sicherzustellen, daß er es nicht sei.

Was sollen wir also tun, die wir wissen, daß nicht nur unter allen Menschen, sondern auch unter Katholiken die größte Zahl verdammt sein wird?
Was sollen wir machen? Beschließen Sie, zu der kleinen Anzahl derer zu gehören, die gerettet werden. Wenn Christus, sagen Sie, mich verdammen wollte, warum hat er mich dann in die Welt gebracht? - Halt den Mund, rücksichtslose Zunge: Gott schuf niemanden, nicht einmal die Türken, um sie zu verdammen.

Aber
wer verdammt wird, verdammt sich selbst, weil er es selbst will. Ich möchte mich daher jetzt verpflichten, die Güte meines Gottes zu verteidigen und sie von jeden Vorwurf freizusprechen: Dies ist das Thema des zweiten Punktes.

IX. Bevor Sie fortfahren, nehmen Sie auf der einen Seite alle Bücher und Häresien von Luther und Calvin, auf der anderen Seite die Bücher und Häresien der Pelagier, Halbpelagier und verbrennen Sie diese. Einige zerstören die Gnade, andere die Freiheit, und alle sind voller Fehler; werfen Sie diese ins Feuer. Alle Verworfenen haben den Ausspruch des Propheten Hosea in ihre Stirn eingraviert: Deine Verdammung kommt von Dir, damit sie verstehen können, daß jeder, der sich selbst verdammt, sich selbst durch seine eigene Bosheit verdammt und weil er sich selbst verdammen will.

Nehmen wir zunächst diese beiden unbestreitbaren Wahrheiten als Grundlage: “Gott möchte, daß alle Menschen gerettet werden.” “Alle brauchen die Gnade Gottes”. Wenn ich Ihnen nun zeige, daß Gott den Willen hat, alle Menschen zu retten, und daß er Ihnen dafür all seine Gnade gibt, mit allen anderen Mitteln, die notwendig sind, um dieses erhabene Ziel zu erreichen, werden Sie gezwungen sein, dem zuzustimmen, wer verdammt ist, muß es seiner eigenen Bosheit zuschreiben, und daß, wenn die größte Anzahl von Christen verworfen wird, geschieht es, weil sie es wollen. “Deine Verdammung kommt von dir; nur in Mir ist deine Rettung.” Hos 13,9.

Gott hat wirklich den Willen, alle Menschen zu retten, sagt er uns an hundert
Stellen der Hl. Schrift.
“Ich möchte nicht, daß der Sünder stirbt, sondern daß er sich bekehrt und lebt. Ich lebe, sagt der Herr. Ich will nicht den Tod der Sünder, sondern daß sie sich bekehren und leben.” (Ez 18,23)

Wenn jemand etwas sehr will, sagt er, daß er vor Verlangen stirbt, es ist eine
Übertreibung. Aber Gott wollte und will unser Heil so stark, daß er vor Verlangen starb, und er erlitt den Tod, um uns Leben zu geben: “et propter nostram salutem mortuus est -
um unseres Heiles willen ist er gestorben”. Dieser Wille, alle Menschen zu retten, ist daher in Gott kein unaufrichtiger, oberflächlicher und offensichtlicher Wille, sondern ein wahrer, wirksamer und wohltätiger Wille, weil er uns alle Mittel zur Verfügung stellt. Er gibt Sie uns, um uns zu retten, nicht damit sie ihre Wirkung nicht entfalten und auch wenn er sieht, daß Sie es nicht erreichen werden. Aber er gibt sie uns mit aufrichtigem Willen, mit der Absicht, daß sie ihre Wirkung erzielen, und wenn Sie sie nicht erreichen, zeigt er sich betrübt und beleidigt. Er befiehlt den Verworfenen selbst, sich für ihre Rettung einzusetzen. Er ermahnt sie. Er drängt sie, und wenn sie dies nicht tun, sündigen sie. Daher können sie es tun und sich retten.

Noch mehr, Gott, der sieht, daß wir ohne seine Hilfe nicht einmal seine Gnade
gebrauchen können, gibt uns andere Hilfen, und wenn sie manchmal unwirksam bleiben, liegt der Fehler bei uns; denn mit der gleichen Hilfe, in actu primo wie Theologen sprechen, mit der gleichen Hilfe, die der eine mißbraucht und mit der er verdammt wird, kann ein anderer Gutes tun und sich retten; er kann es sogar mit weniger mächtiger Hilfe. Ja, es kann vorkommen, daß einer eine größere Gnade mißbraucht und verloren geht, während der andere mit einer geringeren Gnade mitarbeitet und gerettet wird.

“Wenn jemand deshalb von der Gerechtigkeit abweicht”, sagt der
hl. Augustinus, “wird er von seinem freien Willen mitgerissen, von seiner Begierlichkeit angetrieben, von seiner eigenen Überzeugung getäuscht .” Aber für jene, welche die Theologie nicht verstehen, muß ich ihnen Folgendes sagen: Gott ist so gut, daß er, wenn er einen Sünder zu seinem Verderben laufen sieht, ihm nachläuft, ihn ruft, zu ihm fleht und ihn begleitet bis zu den Toren der Hölle; und was tut er nicht, um ihn zu bekehren? Er sendet ihm gute Erleuchtungen, heilige Gedanken, und wenn er nicht davon profitiert, ist er betrübt, ist empört und jagt ihm nach. Wird er ihn schlagen? Nein: Er vergibt ihm. Aber der Sünder bekehrt sich noch nicht: Gott schickt ihm eine tödliche Krankheit. Für ihn ist zweifellos alles vorbei. Nein, meine Brüder, Gott heilt ihn. Der Sünder bleibt im Bösen, Gott sucht in seiner Barmherzigkeit nach neuen Mitteln.

Er gibt ihr ein weiteres Jahr, und wenn das Jahr zu Ende ist, gibt er ihr ein weiteres. Aber wenn der Sünder sich trotz alledem in die Hölle stürzen will, was macht Gott dann? Verläßt er ihn? Nein: Er nimmt ihn an der Hand; und während er einen Fuß in der Hölle und den anderen draußen hat, ermahnt er wieder, er bittet ihn, seine Gnaden nicht zu mißbrauchen. Nun frage ich Sie, wenn dieser Mensch verdammt ist, ist es dann nicht wahr, daß er gegen den Willen Gottes verdammt ist und weil er sich selbst verdammen will? Kommen Sie und sagen Sie mir jetzt: Wenn Gott mich verdammen wollte, warum hat er mich erschaffen? 

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X. Es gibt keine Entschuldigung.

Undankbarer Sünder, lerne heute, daß du, wenn du dich selbst verdammst, es nicht Gott zuschreiben mußt, sondern dir und deinem eigenen Willen.

Um Dich selbst zu überzeugen, geh hinunter zu den Toren der Hölle:
Dort werde ich Dir jemanden von diesen unglücklichen Verworfene bringen, die in der Hölle brennen, damit er Dir diese Wahrheit erklären wird. Hier ist einer: “Sag mir, wer bist du?” - Ich bin ein armer Götzendiener, geboren in einem unbekannten Land; Ich habe noch nie von Himmel oder Hölle gehört oder von dem, was ich jetzt leide. - Armer Kerl! Geh weg; Ich suche dich nicht “.

Laß einen anderen kommen; hier ist es ; “ Wer bist du? - Ich bin ein Schismatiker von den Grenzen der Tartaren, ich habe immer im wilden Zustand gelebt und kaum gewußt, daß es einen Gott gibt. - Ich frage dich nicht, geh zurück zur Hölle.”. Hier ist noch einer. “Und du, wer bist du? - Ich bin ein armer Ketzer aus dem Norden. Ich wurde am Pol geboren, hatte noch nie das Sonnenlicht gesehen, noch das des Glaubens. - Das ist es noch nicht, daß ich suche, kehre zur Hölle zurück.” Meine Brüder, mein Herz ist gebrochen, wenn ich unter den Verworfenen jene Unglücklichen sehe, die nie etwas von wahrem Glauben gewußt haben. Wisse jedoch, daß das Urteil gegen sie ausgesprochen wurde, ihnen wurde gesagt: Perditio tua ex te.
Du hast dich verdammt, weil du es wolltest.

Wie viel Hilfe erhielten sie von Gott, um sich zu retten! Wir kennen sie nicht, aber sie wissen es gut und schreien jetzt: “Du bist gerecht, Herr, und deine Urteile sind gerecht.”
(Ps 119; 137).

Sie müssen wissen, meine Brüder, daß das älteste Gesetz das Gesetz Gottes ist, das wir alle in unseren Herzen tragen, daß es ohne einen Meister gelernt wird und daß es ausreicht, das Licht der Vernunft zu haben, um alle Vorschriften dieses Gesetzes zu kennen. Deshalb verstecken sich selbst die Barbaren, um ihre Sünden zu begehen, weil sie den Schaden kennen, den sie anrichten; und sie sind verdammt, weil sie das Naturgesetz, das sie in das Herz einschrieben haben, nicht beachtet haben; denn wenn sie es beachtet hätten, hätte Gott ein Wunder getan, anstatt sie verdammt sein zu lassen. Er hätte jemanden geschickt, um sie zu unterweisen, und ihnen andere Hilfe gegeben, deren sie sich unwürdig gemacht haben, indem sie nicht nach den Erleuchtungen ihres eigenen Gewissens lebten, das sie immer wieder warnte das Gute zu tun und das Böse zu meiden.

Es ist ihr Gewissen, das sie vor dem Gericht Gottes anklagte und das ihnen in der Hölle immer wieder sagt: Perditio tua ex te. - Deine Verdammung kommt von dir! Sie wissen nicht, was sie antworten sollen und müssen gestehen, daß sie ihr Schicksal verdient haben. Wenn diese Ungläubigen keine Entschuldigung haben, wie wird es einem Katholiken ergehen, der so viele Sakramente, so viele Predigten zur Verfügung hatte, so viel Hilfe zur Verfügung hatte? Wie könnte er es wagen zu sagen: Wenn Gott mich verdammen sollte, warum brachte er mich dann in die Welt? Wie könnte er es wagen, so zu sprechen, wenn Gott ihm so viel Hilfe gibt, um sich selbst zu retten? Kommen wir zum Schluß.. 

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XI. Das Schicksal der katholischen Sünder.

Antworte, der du in diesen Abgründen leidest. Gibt es Katholiken unter euch? Wenn ja! Und wie viel ! Laß einen von ihnen hierher kommen. Es ist unmöglich, sie sind zu weit unten, und um sie herzubringen, müßte man die Hölle auf den Kopf stellen; Es ist einfacher, einen von denen festzuhalten, die hineinfallen.

Ich wende mich daher an Sie, die in der Gewohnheit der Todsünde, im Haß, im Sumpf des unreinen Laster leben und die Sie jeden Tag der Hölle näher bringen. Hört auf, bekehrt Euch; es ist Jesus, der Euch ruft und der durch seine Wunden wie durch so viele beredte Stimmen zu dir ruft: “Mein Sohn, wenn Sie sich selbst verdammen, haben Sie nichts zu beklagen als sich selbst: Perditio tua ex te - Deine Verdammung kommt von dir “. Schau auf und schau, wie viel Gnaden habe ich Dir geschenkt, um Dein ewiges Heil zu sichern. Ich hätte dich in einem Barbarenwald zur Welt bringen können. Ich habe es für so viele andere getan, aber Dich habe ich im katholischen Glauben geboren. Ich habe Dich von einem so guten Vater erziehen lassen, von einer ausgezeichneten Mutter, inmitten der guten Anleitungen und Lehren; Wenn du Dich trotzdem verdammst, wessen Schuld wird es sein? Deine eigene, mein Sohn, Deine Verdammung kommt von dir.

Ich hätte Dich nach der ersten Todsünde, die du begangen hast, in die Hölle werfen können, ohne auf die zweite zu warten: Ich habe es mit so vielen anderen getan, aber ich habe Geduld mit dir gehabt; Ich habe viele Jahre auf dich gewartet, ich warte heute noch auf Deine Buße. Wenn du Dich trotz alledem verdammt hast, wessen Schuld ist es dann? Deine eigene, mein Sohn, Deine eigene: Deine Verdammung kommt von dir. Du weißt, wie viele vor Deinen Augen gestorben sind und verdammt wurden: Es war eine Warnung für Dich. Du weißt, wie viele andere ich wieder auf rechten Weg gebracht habe, um Dir ein gutes Beispiel zu geben.

Erinnere Dich, was dieser ausgezeichnete Beichtvater euch gesagt hat? Ich habe ihn dazu gebracht, es zu sagen. Hat er Dich nicht verpflichtet, dein Leben zu ändern, eine gute Beichte abzulegen? Ich habe ihn inspiriert.

Erinnere Dich an diese Predigt, die Dein Herz berührt hat. Ich habe Dich dorthin geführt. Und was zwischen mir und Dir im Geheimnis deines Herzens passiert ist, kannst Du nicht vergessen.
Diese inneren Einsprechungen, dieses so klare Wissen, diese ständige Unruhe Deines Gewissens, würdest Du es wagen, sie zu leugnen? All dies war so viel Hilfe von meiner Gnade, weil ich Dich retten wollte. Ich habe sie so vielen anderen verweigert und ich habe sie Dir gegeben, weil ich Dich sehr geliebt habe. Mein Sohn, mein Sohn, wie viele andere würden, wenn ich so zärtlich mit ihnen sprechen würde, wie ich heute mit Ihnen spreche, wieder auf den rechten Weg kommen! und Du drehst Mir den Rücken zu. Hör zu, was ich Dir sagen werde, das werden meine letzten Worte sein: Du kostest mich Blut. Wenn Du trotz dieses Blutes, das ich für Dich vergossen habe, Dich selbst verdammen willst, beklage Dich nicht über mich, beschuldige nur Dich und vergißt für alle Ewigkeit nicht, daß du Dich trotz allem verdammt hast. Wenn du Dich selbst verdammt hast Ich, Du verdammst dich selbst, weil Du dich selbst verdammen willst. - Deine Verdammung kommt von dir.

O mein guter Jesus, selbst die Steine würden sich bei so süßen Worten und
so zarten Ausdrücken spalten. Gibt es hier jemanden, der sich bei so viel Gnaden und Hilfe verdammen will? Wenn es jemand gibt, möge er mir zuhören und widersetze dich dann, wenn er kann. 

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XII. Wenn du willst, wirst du gerettet werden.

Baronius († 1607) berichtet, daß Julian der Abtrünnige nach seinem berüchtigten Abfall vom Glauben einen solchen Haß gegen die hl. Taufe empfand, daß er Tag und Nacht nach Wegen suchte, sie zu löschen. Dafür ließ er ein Ziegenblutbad vorbereiten und ging hinein, um mit diesem unreinen Blut eines der Venus geweihten Opfers den heiligen Charakter der Taufe aus seiner Seele zu löschen. Dieses Verhalten scheint Ihnen abscheulich: Aber wenn Julian in seiner Absicht erfolgreich gewesen wäre, würde er sicher in der Hölle viel weniger leiden.

Sünder, der Rat, den ich Euch geben möchte, wird Euch zweifellos seltsam erscheinen; und doch, um es richtig zu verstehen, ist er im Gegenteil von einem innigen Mitgefühl für Sie inspiriert.
Ich beschwöre Euch deshalb auf meinen Knien, durch das Blut Jesu Christi und das Herz Mariens, um Euer Leben zu ändern, auf dem Weg zurück zu kehren, der in den Himmel führt, und alles zu tun, damit Ihr zu der kleinen Zahl der Auserwählten gehören könnt. Wenn Du trotzdem weiter auf dem Weg gehen möchtest, der zur Hölle führt, finde zumindest einen Weg, die Taufe in Dir zu löschen. Wehe Dir, wenn du den hl. Namen Jesu Christi und den heiligen Charakter des Christen in deiner Seele mitnimmst. Deine Bestrafung wird viel größer sein. Tu also, was ich Dir rate: Wenn Du dich nicht bekehren willst, bitte heute deinen Pfarrer, Deinen Namen aus dem Taufregister zu streichen, damit Du Dich nicht mehr daran erinnerst, Christ gewesen zu sein. Bitte deinen Schutzengel, die Gnaden, Einsprechungen und die Hilfe, die er Dir auf Befehl Gottes gegeben hat, aus seinem Buch zu streichen, denn wehe, wenn er Dich an sie erinnert. Sage unserem Herrn, er soll seinen Glauben, seine Taufe und seine Sakramente zurücknehmen. Bist Du entsetzt über diesen Gedanken?

Wirf Dich also zu den Füßen Jesu Christi und sage ihm mit Tränen in den Augen und zerknirschtem Herzen: “Herr, ich gestehe, daß ich bisher nicht als Christ gelebt habe, ich bin es nicht wert, zu deinen Auserwählten gezählt zu werden. Ich erkenne, daß ich Verdammnis verdient habe, aber deine Barmherzigkeit ist groß. Und voller Vertrauen in Deine Gnade versichere ich Dir: Ich möchte meine Seele retten, sollte ich mein Vermögen, meine Ehre, mein Leben opfern, vorausgesetzt, ich rette mich. Wenn ich bisher untreu gewesen bin, bereue ich es, ich bedaure, ich hasse meine Untreue, ich bitte demütig um Vergebung. Vergib mir, mein guter Jesus, und stärke mich gleichzeitig, damit ich gerettet werden kann. Ich bitte Dich weder um Reichtum noch um Ehre oder Wohlstand. Ich bitte nur eins, meine Seele zu retten.”

Und du, o Jesus! Was sagst du? Hier ist das verirrte Schaf, das zu dir zurückkehrt, o guter Hirte. Umarme diesen reuigen Sünder, segne seine Tränen und Seufzer oder segne vielmehr diese Menschen, die so bereit sind und nichts anderes als ihre Erlösung suchen. Laßt uns, meine Brüder, zu Füßen unseres Herrn versichern, daß wir, um jeden Preis, unsere Seele retten wollen.
Sagen wir ihm alle mit Tränen in den Augen: “Guter Jesus, ich möchte meine Seele retten.” O gesegnete Tränen, O gesegnete Seufzer!

Ich möchte, meine Brüder, Euch heute alle getröstet heimschicken. Wenn Sie mich also fragen, wie ich über die Anzahl der Auserwählten denke, dann ist es dies: Ob es viele oder wenige Auserwählte / Gerettete gibt, ich sage,
daß jeder, der sich selbst retten will, gerettet wird und daß niemand verloren geht, wenn er nicht verloren gehen will. Und wenn es stimmt, daß nur wenige gerettet werden, dann gibt es nur wenige, die gut leben.

Vergleichen Sie außerdem diese beiden Meinungen:

Die erste, die besagt, daß die meisten Katholiken verdammt werden; die zweite, die im Gegenteil behauptet, daß die größte Anzahl von Katholiken gerettet wird; Stellen Sie sich vor, ein Engel, der von Gott gesandt wurde, um die erste Meinung zu bestätigen, sagt Ihnen, daß nicht nur die meisten Katholiken verdammt sind, sondern daß von all dieser Menge hier nur einer gerettet wird. Wenn Sie die Gebote Gottes befolgen, wenn Sie die Verderbnis dieses Jahrhunderts hassen, wenn Sie das Kreuz Jesu Christi im Geist der Buße umarmen, wirst Du dieser einzige sein, der sich retten wird.

Stellen Sie sich dann vor, daß dieser Engel unter Ihnen zurückkehrt und daß er, um die zweite Meinung zu bestätigen, Ihnen sagt, daß nicht nur der größte Teil der Katholiken gerettet wird, sondern daß von all diesen Zuhörern nur eine Person verdammt wird und alle anderen gerettet werden. Wenn Sie danach Ihren Wucher, Ihre Rache, Ihre kriminellen Handlungen, Ihre Unreinheiten fortsetzen, werden Sie der einzige sein, der verdammt wird.

Was bringt es zu wissen, ob es wenige oder viele gibt, die gerettet werden? “Versuchen Sie, Ihre Wahl durch Ihre guten Werke sicher zu machen”, sagt hl. Petrus.
“Wenn du willst, wirst du dich retten,” sagte der hl. Thomas von Aquin zu seiner Schwester, die ihn fragte, was sie tun soll, um in den Himmel zu kommen.

Ich sage Ihnen dasselbe: und hier beweise ich meine Behauptung.

Niemand wird verdammt, wenn er nicht tödlich sündigt, das ist Lehre des Glaubens; Niemand sündigt tödlich, wenn er nicht will, dies ist eine unbestreitbare theologische Aussage. Also kommt niemand zur Hölle, wenn er nicht will. Die Konsequenz liegt auf der Hand. Ist das nicht genug, um dich zu trösten?
Trauere um vergangene Sünden, beichte gut, sündige in der Zukunft nicht mehr, und du wirst gerettet werden.

Warum quälen Sie sich dann so sehr, denn es ist sicher, daß Sie, um in die Hölle zu kommen, tödlich sündigen müssen. Und folglich kommen sie nur in die Hölle, wenn Sie wollen. Dies ist keine Meinung, sondern eine unbestreitbare und sehr tröstende Wahrheit; Möge Gott Sie dazu bringen, es zu verstehen und Sie zu segnen. Amen”.


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Der hl. Bernardin von Siena und der hl. Pater Pio sagen, daß die Seelen in die Hölle fallen, wie das Laub von den Bäumen.

Der Weg zur Hölle ist nur so breit, weil ihn viele gehen.

Wenn 90 % der Katholiken nicht mehr in die Kirche und zu den Sakramenten gehen und von den 9 % Kirchgängern nur wenige ihre Sünden beichten, dann können auch nur ganz wenige gerettet werden. Jesus hat uns am Gründonnerstag die hl. Messe und das Priestertum geschenkt, am Karfreitag sein Herz und seine Mutter und an Ostern die Beichte. Das gehört zum Neuen Testament - d.h. zu seinem letzen Willen.

Um sich zu retten ist notwendig, daß man wirklich glaubt (in der Tat) und getauft ist (Mk 16,16) und wenn man eine schwere Sünde getan, diese wirklich bereut, aufrichtig beichtet, den Vorsatz faßt, diese Sünde nicht mehr zu begehen und die Gelegenheit zur Sünde zu meiden, sonst ist die Beichte ungültig - eine Lüge, ein Betrug, ein Sakrileg. Bei schweren Sünden ist auch notwendig, daß man die Art, Zahl und erschwerenden Umstände bekennt. Es ist ein Unterschied einen Armen auszurauben oder einen Reichen oder eine Kirche, genauso ist es ein Unterschied, ob man nur einmal fremdgeht oder in wilder Ehe lebt oder gar in Ehebruch (sog. Zweite Ehe). Wer ungültig beichtet, darf auch nicht zur hl. Kommunion gehen, das wäre auch ein Sakrileg - eine besonders schwere Sünde.

Viele beichten aus Menschenfurcht nie gültig, weil sie gewisse Sünden verschweigen, oder sie nicht richtig bereuen, keinen Vorsatz haben sich wirklich zu bessern. Man kann nicht zu Ostern beichten und dann weiter in wilder Ehe leben, das ist Selbstbetrug. Wenn man Unrecht nicht von Herzen verzeiht, kann uns Gott auch nicht verzeihen. Wie wenige beichten, daß sie abgetrieben haben oder jemand dazu gedrängt haben, denn auch die Männer und Verwandten sind oft mitschuldig. Wenige Beichten auch Selbstbefriedigung und Verhütung.

Die Pille ist die Kommunion des Teufels, die Kinder verhindert und oft auch tötet, weil sie frühabtreibend ist. Manche Frauen haben so zig Abtreibungen und daher oft Depressionen. Die Pille danach ist bewußte Abtreibung, die auch die Exkommunikation zur Folge hat. Auch davon muß man losgesprochen werden.

Sport ist vielfach ein Kult geworden, man merkt es an der religiösen Sprache: Fußballgott, Tempel... Hier bringt man Opfer bei jedem Wetter.

Durch manche sehr schweren Sünden kann man auch umsessen oder gar besessen werden. Viele leiden heute daher unter psychischen Bedrängnissen. Nur wenige Priester kennen sich aus, z.B. nach Abtreibung auch den Geist des Todes zu binden und zu lösen, um die Gefahr der Depression und des Selbstmords zu bannen.

Es wäre gut und heilsam die Leute die Taufversprechen erneuern zu lassen, wie es der hl. Ludwig Maria schon praktiziert hat, bzw. konkret den Geistern, die hinter den Drogen, Alkohol, Sexsucht, Selbstbefriedigung, Ehebruch usw. stehen, zu widersagen, damit die Abhängigkeit - die unsichtbaren Bindungen gelöst werden. Wenn wir die heutige Gesellschaft betrachten, wo vielfach schon in der dritten Generation die Pille, Spirale und andere ‘Verhütungs-’ und Abtreibungsmittel gebraucht werden, da muß man sich über die Allergie gegen Gott, die Kirche und alles Heilige nicht wundern. Man kann nicht zwei Herren dienen.

Wenn Theolog(inn)en Priester, Bischöfe, Kardinäle, auch Ordensfrauen bis in Rom in Sünde leben, und daher Ehebruch und Sodomie gutheißen, was absolut mit den Geboten Gottes unvereinbar ist, da wir brauchen nur den hl. Paulus beachten, der kurz und klar sagt: Die solches Treiben, werden das Reich Gottes nicht erben. Gal 5,21 und ebenso 1 Kor 11,27 über die unwürdige Kommunion.

Die Bedingungen für das ewige Hochzeitsmahl, wie für das eucharistische Gastmahl sind die gleichen. Warum das Kommunionkleid, das Brautkleid, die weiße Albe? Das sind tiefe Symbole, die an die Taufversprechen erinnern und an die Reinheit des Herzen mahnen.

Wir sehen immer deutlicher: Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt.

Peter und Paul 2020

 


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Der hl. Petrus Fourier

bat in schwerer Zeit seiner Pfarrei, ja hat jedem Bauer vorgeschrieben,
daß er an seine Haus- und Stalltüren die Worte anbringe:

Maria ist ohne Sünde empfangen.

Dies bewirkte, daß seine Gemeinde im Gegensatz zu den angrenzenden Gemeinden
vor Plünderung, Mord und Seuchen verschont blieb.

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Ein verworfener Priester, warnt vor der Hölle
Exorzismus v. 5. April 1978:
Aussagen des Priesterdämons
Verdi Garandieu

Iim 17.Jahrhundert in den Pyrenäen gelebt, durch Aufgeben des Breviergebetes habe er die Widerstandskraft gegen alle Versuchungen verloren und sei nicht mehr aus der Sünde heraus gekommen. (Audio 1:16:55)

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Erklärung des hl. Meßopfers

P. Martin von Cochem
† 1712

Eine einzige hl. Messe
im Leben andächtig angehört, wird dir von größerem Nutzen sein,
als viele, die für dich
nach dem Tod aufgeopfert werden.

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Mt 10:22
Ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.

Offb 3:10-12
Weil du das Wort vom Harren auf mich bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der
Stunde der Prüfung, die kommen wird über den ganzen Erdkreis, um die Bewohner der Erde zu prüfen.
Ich komme bald.
Halte fest, was du hast, daß niemand deinen Kranz dir nehme!
Den Sieger werde ich zu einer Säule machen im Tempel meines Gottes, und sie wird nimmermehr herausgenommen werden. Und ich werde auf sie den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das herabsteigt aus dem Himmel von meinem Gott, und meinen neuen Namen.

 

Die Weihefähigkeit der Frau

Predigt Prof. Dr. Georg May

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Pedro Regis - Brasilien
Botschaften übersetzt
bis 4. Juni 2020

8. Okt. 2019  
Dichte Finsternis wird auf die Kirche fallen, und viele Meiner armen Kinder werden sein wie Blinde, die andere Blinde führen. Ich bin eure Mutter der Schmerzen und leide wegen dem, was auf euch zukommt.

Ich bitte euch, Meinem Sohn Jesus treu zu sein. Entfernt euch nicht von der Wahrheit. Was auch immer geschieht, bleibt mit Jesus und verteidigt das wahre Lehramt Seiner Kirche.

9. April 2019  
Liebe Kinder, es kommt der Tag, an dem viele im Haus Gottes Orientierung suchen, sie aber nur an wenigen Orten finden werden. Die Unordnung wird sich überall ausbreiten, und wenige Geweihte werden Meinem Sohn Jesus treu bleiben. Ich leide wegen dem, was auf euch zukommt. Sagt allen, daß Gott Eile hat und daß dies der günstige Augenblick ist für die Große Heimkehr. Der große Schiffbruch des Glaubens wird sich ereignen aus Schuld der schlechten Hirten, die es vorziehen, der Welt zu gefallen. Ihr, die ihr auf Mich hört, mögt nicht vergessen: in allem Gott an erster Stelle. Vorwärts in der Verteidigung der Wahrheit. Seid Männer und Frauen mit Mut. Was auch immer geschieht, bleibt mit Jesus und hört auf das wahre Lehramt Seiner Kirche.

26. März. 2019  
Ihr geht auf eine Zukunft großer Verfolgungen zu. Die Männer und Frauen des Glaubens werden den bitteren Kelch des Leidens trinken. Sie werden die Kostbare Nahrung suchen, und an vielen Orten werden sie IHN nicht finden. Sie werden den Herrn an geheimen Orten anbeten. Viele Gotteshäuser werden geschlossen werden, und es wird eine große Religionsdiktatur geben. Mut. Meine Jesus wird bei euch sein. Es gibt keinen Sieg ohne das Kreuz. Die Kirche Meines Jesus wird wieder so sein, wie ER sie Petrus anvertraut hat. Sorgt euch um euer geistliches Leben. Weicht nicht zurück. Jene, die bis zum ende treu bleiben, werden als die Gesegneten des Vaters ausgerufen werden. Gebt Mir eure Hände, und Ich werde euch zum Sieg führen. Vorwärts in der Verteidigung der Wahrheit.

 
 
 

Übersicht aller Webseiten auf ZDW

 


Die Bibel in der (bisher) gültigen röm-kath. Ausgabe in ZDW.
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Die New Age - Bewegung - Wurzeln, Grundzüge, Praktiken
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Marie Lataste

Marie Lataste war eine französische Mystikerin und begnadete Ordensschwester
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20. Feb. 2019
Leben und Werke
Buch aus dem Jahre 1868 digitalisiert.
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Video
„Auszug aus den Offenbarungen an
Fulla Horak.“

Besuche aus einer anderen Welt.
Viertes Kapitel Fegefeuer, Himmel, Hölle
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Schwester Josefa Menendez
Aufzeichnungen
über die Hölle

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Die Dunkle Seite von Martin Luther
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Prophezeiungen Anna Katharina Emmerich über die Verwüstung der Kirche

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Abtreibung
Schwangerschafts-abbruch

Die Welt spielt verrückt. Der Direktor der Geburtskliniken der Berliner Charité formuliert das so: ,,Wir können Frühgeborene mit 400 Gramm retten. Und im Raum nebenan wird ein Kind mit 600 Gramm getötet."

 

Luthers Lebensende von Paul Majunke 1890/1891

Enthüllungen der Wahrheit über Luther's Tod.  

Aus der gotischen Frakturschrift übersetzt und digitalisiert.

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Übersetzung am 8. Juli 2014 abgeschlossen.

 


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Nicht ich, meine Söhne, habe diese Stunde gewollt.
Prophetische Eingebungen an Monsignore Ottavio

Der Feind, dem zu begegnen ist.     Link
Jesus: Ihr, meine Söhne, habt noch nicht verstanden, daß sich die ganze Menschheitsgeschichte seit der Erschaffung der Welt und dem Sündenfall der Menschen auf diesen Krieg konzentriert. Alle Anstrengungen der finsteren Mächte bestehen wirklich darin, die wahre Sicht dieses dramatischen Kampfes von der menschlichen Seele abzulenken, der pausenlos zwischen mir, dem menschgewordenen Wort und Satan mit seinen Legionen stattfindet.

Die ganze Geschichte des Geheimnisses der Erlösung dreht sich um die Geschichte des mystischen Leibes. Die Geschichte der Menschheit hat hier ihre Begründung.

Aber es ist unver-ständlich, daß dies von vielen Bischöfen und vielen, vielen Priestern nicht erkannt wird! Deshalb kam es zur heutigen katastrophalen Lage!

Wenn jene, die zu Wächtern bestimmt sind, die Gefahr nicht kennen, worauf bezieht sich dann ihr Wächteramt? Wenn jene, die führen sollten, den rechten Weg nicht kennen, was taugen sie dann als Führer? Wenn jene, die kämpfen müssen, nicht die rechten Waffen gebrauchen, sind sie zur Niederlage verurteilt.


Ich lade die Priester und Bischöfe zu einem Vergleich ein. Sie sollen, ehe es zu spät ist, zwischen meinem Leben auf Erden und dem ihrigen vergleichen, zwischen dem Weg, den sie gehen, und meinem Weg. So können sie, ohne die Gefahr, sich zu täuschen, die Wirklichkeit erkennen.

Wenn sie wirklich Mut hätten, müßte bei einem aufrichtigen Vergleich der ganze Unrat, den sie in sich tragen, hervorbrechen.

Haben die Beispiele der großen Bischöfe keinen Stellenwert? Und sagt der heilige Pfarrer von Ars den Priestern nichts? Vernachlässigt und verachtet verbrachte er Stunden im Gebet, aber die Gnade Gottes war so mächtig in ihm, daß er selbst schwerste Sünder bekehrte.

Ihr dürft euch nicht der Zeit anpassen, sondern die Zeit muß sich euch anpassen. Welche Verantwortung, den Kampf aufgegeben zu haben! Ihr seid Bischöfe und Priester, und seid es im Hinblick auf diesen Kampf. Ohne diesen Kampf habt ihr keine Daseinsberechtigung. Wie viele wissen dies nicht!

 


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Das "Manna" Wunder am Grab des hl. Apostels Andreas in Amalfi

 

Die Erscheinungen und Himmels-Botschaften
von Ohlau / Polen 1983 - 1997

 

Selige Mutter Maria von Jesus Deluil-Martiny
1841-1884
Am 4. März 1989 im Blick auf ihre Seligsprechung
wurde ihr Leichnam exhumiert.

Er war unversehrt und voll beweglich.

 

ENDZEITLICHE PREDIGTEN

von H.H. Pfarrer Dr. habil. Piotr Natanek

 

Das Wunder des heiligen Feuers

Es findet jedes Jahr zur selben Zeit, auf die selbe Art und am selben Ort statt.

 
Die wachsende Toleranz der Homosexualität in der Gesellschaft.

Gesetze werden erlassen, die nicht nur im Widerspruch zu den Lehren der kath. Kirche stehen, sondern die auch allen christlichen Gesetzen zuwiderlaufen.

Homosexualität im Urteil der Heiligen Schrift

Link

 

Kruzifix zu Limpias;

dasselbe zeigt seit März 1919 Lebensäußerungen:
bewegt Augen, Haupt und Lippen, verändert Gesichtsausdruck und Farbe und gerät in Todesschweiß.

Tausende sahen das Wunder und viele Bekehrungen waren die Folge.
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Die globale Verschwörung

Wir blicken hinter die Kulissen der Macht. Wir beleuchten den inneren Kreis der Weltverschwörung und zerren die Wahrheit ans Licht.
Schattenmacht ans Licht gebracht.

Erstellung 2012 und 2013  
59 Webseiten

Hauptseite der Schattenmachtseiten

 

 Webseiten
 Evangelisch / Luther
Zitate Luthers kontra Worte Jesu
Die Dunkle Seite von Martin Luther
Die Irrtümer von Doktor Martin Luther
Katholiken und Protestanten haben nicht dieselbe Bibel
Luthers Lebensende
Von der Kirche zu den «christlichen» Gemeinschaften, Freikirchen, Sekten
Ökumene? Evangelisch & Katholisch
Die Bibel als Zankapfel
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